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Verkehr in Dormagen: Neue Unterlagen für A57-Anschluss

Verkehr in Dormagen : Rhein-Kreis bessert nach – Neue Unterlagen für A57-Anschluss Delrath

Der Rhein-Kreis Neuss hat auf die Kritik der Bezirksregierung Düsseldorf mit einer sehr umfangreichen Synopse auf die Mängelpunkte reagiert.

Der Rhein-Kreis hat nachgebessert: Nach der deutlichen Kritik der Bezirksregierung Düsseldorf im vergangenen Jahr an den für eine Genehmigung des Autobahnanschlusses Delrath wichtigen Unterlagen, hat die Verwaltung alles überarbeitet. Am 28. Dezember eine noch einmal überarbeitete und umfassende Synopse übergeben, in der der Kreis zu jedem einzelnen der insgesamt über 150 Einwendungen erneut detailliert und fachlich fundiert Stellung nimmt.

Für die Erstellung wurden externe Sachverständige hinzugezogen, die unter anderem erforderliche zusätzliche Gutachten und Stellungnahmen zu den Themen Verkehr, Lärm-, Natur- und Artenschutz erarbeitet  haben. Fertiggestellt wurde die fünf Aktenordner umfassende Synopse mit einem Umfang von etwa 2700 Seiten dann von einer in Planfeststellungsverfahren erfahrenen Rechtsanwaltskanzlei. Sie ist nun Grundlage für einen Erörterungstermin mit den Einwendenden, zu dem die Bezirksregierung nun einladen muss.

Denn im Kreishaus besteht die Sorge, dass es zu einer erneuten Offenlage der Unterlagen und damit zu einer deutlichen Verzögerung des A57-Vorhabens kommen wird. Stattdessen wird auf einen Erörterungstermin mit allen Beteiligten gehofft, um dort alle strittigen Punkte zu diskutieren und im besten Fall zu klären. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke sieht dem Termin zuversichtlich entgegen: „Der Umfang und die Sorgfalt, in dem in der Synopse zu allen Einwendungen Stellung nimmt macht noch einmal deutlich, wie wichtig es uns ist, bei der Planung möglichst einen breit akzeptierten Konsens zu erreichen. Hierzu haben wir daher auch externe Fachexpertise hinzugezogen.“

„Der Rhein-Kreis Neuss hat das Verfahren von Anfang an sehr offen und transparent geführt und ist dabei auch über die gesetzlich vorgeschriebene Beteiligungspflichten hinaus gegangen“, weist Kreis-Dezernent Karsten Mankowsky auf die am 18. September 2018 durchgeführte frühzeitige Bürgerbeteiligung hin, die nicht zwingend erforderlich gewesen wäre. „Mit dem Autobahnanschluss möchten wir einen Beitrag zur nachhaltigen Stärkung des Wohn- und Gewerbestandortes insbesondere im Neusser Süden und Dormagener Norden leisten. Wir tragen zur Verkehrsentlastung in den Ortschaften bei und schaffen eine notwendige Voraussetzung für das das Gewerbegebiet am Silbersee mit neuen Arbeits- und Ausbildungsplätzen“, hebt Petrauschke die Vorteile des Anschlusses hervor.

(schum)