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Dormagen: Verhandlungen um Gewerbe am Silbersee

Dormagen : Verhandlungen um Gewerbe am Silbersee

Schon länger hat die Stadtverwaltung das Silbersee-Gelände im Norden Delraths im Blick. Zu gerne würde der Bürgermeister das Areal anstelle des umstrittenen "Kohnacker" als Gewerbefläche nutzen. Doch die Verhandlungen dauern noch an.

"Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen", sagte gestern RWE-Sprecher Andre Bauguitte. Der Energieversorger möchte zumindest Teile des 30 Hektar großen Geländes als Kraftwerksstandort vorhalten. Dass das Thema angesichts der aktuellen Debatte um Atomkraft an Relevanz gewinnt, wollte der RWE-Sprecher nicht bestätigen: "Im Rahmen unserer Daseinsvorsorge haben wir bundesweit zahlreiche Flächen." Es gebe definitiv keine konkreten Pläne für ein neues Kraftwerk. Auch die Verhandlungen zwischen Stadt und RWE waren nicht immer problemlos. So würde der Energieversorger gerne das Filetstück in der Mitte der Fläche selbst behalten. Gewerbeflächen würden dann der Stadt nur am Rand zur Verfügung stehen. Außerdem gibt es nur Baurecht für elf Hektar des Geländes, dass von Altlasten befreit werden müsste – die damalige Zinkhütte hat eine Arsenblase hinterlassen.

Bei der Bezirksregierung weiß man um die Problematik. Die Behörde hat das Areal bereits geprüft. Doch auch hier gibt's keine Neuigkeiten. "RWE hat uns gebeten, das Verfahren ruhen zu lassen", sagt eine Sprecherin der Bezirksregierung. Es solle noch entschieden werden, ob der Energieversorger das Gelände selbst nutzen möchte, oder der Stadt zur Umnutzung angeboten werde.

Die Fortschreibung des Regionalplans durch die Bezirksregierung hatte zuletzt Hoffnung bei der Stadt geschürt.

(NGZ)