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Verein in Dormagen: Hospizbewegung sucht ehrenamtliche Mitarbeiter

Verein in Dormagen : Hospizbewegung sucht dringend ehrenamtliche Mitarbeiter

Die Hospizbewegung Dormagen bietet einen Grundkurs an, um dringend benötigte ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu schulen.

(kiba) Die Hospizbewegung Dormagen hat sich zur Aufgabe gemacht, Menschen in schwerer Erkrankung, im Sterben, und in der Trauer auf deren Wunsch hin zu begleiten und über diese wichtigen Themen zu informieren. Um dieser Aufgabe weiter nachzugehen, sucht der Verein nur dringend nach ehrenamtlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen.

„Es ist uns ein Anliegen, die Themen Tod, Trauer und Sterben aus der gesellschaftlichen Tabuzone herauszuholen und die Beschäftigung damit anzuregen“, sagt Koordinatorin Annemarie Hein. Die Hauptarbeit, nämlich die Sterbe- und Trauerbegleitung leisten dabei die ausgebildeten und ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Zu den Menschen, die wir in ihrer schwierigen Lebenssituation unterstützen, gehören neben den engsten Familienangehörigen auch Freunde, Bekannte und Nachbarn – also alle Angehörigen.“

 Ute Wolter, Leiterin der Hospizbewegung in Dormagen.
Ute Wolter, Leiterin der Hospizbewegung in Dormagen. Foto: privat

Der Erstkontakt werde entweder direkt vom Betroffenen oder seinen Angehörigen hergestellt, oft auch über das Krankenhaus, den Hausarzt oder Palliativmediziner, den Pflegedienst oder andere Netzwerkpartner. Während einer aktuellen Begleitung stehen die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen im ständigen Kontakt mit den Koordinatorinnen. Nach der Kontaktaufnahme führt die Koordinatorin dann das Erstgespräch, hört welche Unterstützung gewünscht wird und berät zu Fragen aus dem hospizlichen und dem Palliative-Care-Bereich. Dann wird, sofern es gewünscht ist, eine ehrenamtliche Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter eingesetzt. Ab da erfolgen die regelmäßigen Besuche bei der erkrankten Person durch die EhrenamtlerIn.

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In der Trauerbegleitung bieten die Trauerbegleiter den Trauernden eine zeitlich begrenzte, individuelle Begleitung durch Einzelgespräche an. „Sie hören ihnen vorurteilsfrei zu und unterstützen sie dabei, in ihrer Trauer einen neuen Weg zu finden. Sie zeigen ihnen Wege auf, Kraft und Trost im Alltag zu finden.“ Neben den Einzelbegleitungen bietet die Hospizbewegung Dormagen für Trauernde auch einen monatlichen Trauer-Treff an. Dort können Trauernde von anderen erfahren, was ihnen in dieser schwierigen Lebensphase Mut gemacht und gut getan hat.

„Das Ehrenamt ist Grundlage unserer Arbeit – ohne die ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen wäre unsere Arbeit nicht möglich. Für die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen sind wir, die Koordinatorinnen Andrea Pyttlik und ich, als Ansprechpartnerinnen da und bieten ihnen vor, während und nach ihrer Begleitung fachliche Aus- und Weiterbildung an“, führt Annemarie Hein aus. „Wir führen die Gespräche mit Interessenten für die ehrenamtliche Tätigkeit, schulen und qualifizieren diese dann zu Beginn im Grundkurs.“

Am 30. Oktober wird es einen neuen Grundkursus zur Gewinnung und Qualifizierung für ehrenamtliche Hospizmitarbeiter und Interessierte starten. Bisher sind noch einige Plätze im Kursus frei. Interessierte können sich unter der Telefonnummer 02133 478661 im Hospizbüro melden.

(kiba)