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Dormagen: Verbraucherschützer suchen sicherste Haustür

Dormagen : Verbraucherschützer suchen sicherste Haustür

190 vollendete und versuchte Wohnungseinbrüche gab es 2012 in Dormagen. Polizei und Verbraucherzentrale wollen gegensteuern.

Herbst und Winter sind nicht die beliebtesten Jahreszeiten. Bei Wohnungseinbrechern schon. Denn wenn es früh dunkel wird, gehen sie verstärkt auf Beutezug. In Dormagen wurden im vergangenen Jahr 190 Wohnungseinbrüche verzeichnet; in 62 Prozent der Fälle waren die Täter erfolgreich. Eine Quote, die Polizei und Verbraucherzentrale drücken möchten. Deshalb bieten sie am Montag, 23. September, in Dormagen eine gemeinsame Aktion an. Im Mittelpunkt steht die bessere Sicherung von Haustüren, über die Christoph Kaiser (Polizei-Dienststelle Einbruchsprävention) aufklären wird; Energieberater Heribert Rubarth (Verbraucherzentrale) gibt zudem Tipps, wie sich mit einer guten Haustür Heizkosten sparen lassen.

Zu finden sind die Experten am 23. September in der Zeit von 15 bis 18 Uhr vor der Verbraucherzentrale Unter den Hecken 1. Polizist Kaiser hat dann als Anschauungsobjekt Fenster- und Türrahmengestelle dabei, um Schwachpunkte vorzuführen und Möglichkeiten einer besseren Verriegelung zu erklären. Erfahrungsgemäß suchen sich Einbrecher spontan ihre Ziele aus und schlagen bevorzugt da zu, wo sie schnell in Häuser oder Wohnungen eindringen können. Alles, was die Tatausführung verzögert, schreckt sie ab bzw. erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die ungebetenen Gäste von ihrem Vorhaben ablassen. "Einbrecher wissen schließlich in der Regel nicht, wie lange die Hausbewohner abwesend sind – ob die zum Beispiel zwei Wochen Urlaub machen oder nur eben auf einen Sprung zum Einkaufen sind", erläutert Kaiser. Die Täter stünden deshalb erheblich unter Zeitdruck.

Sabine Rosenthal-Aussem, Leiterin des Kommissariats Kriminalprävention und Opferschutz bei der Kreispolizei, sieht in Dormagen noch einiges an Verbesserungspotenzial beim Einbruchsschutz. "Die Zahl der vollendeten Taten in Dormagen liegt über dem Kreisdurchschnitt. Und zurzeit zeichnet sich ab, dass die Zahl der Einbrüche in diesem Jahr unter dem Strich hier noch höher sein wird als 2012", sagt Rosenthal-Aussem.

Dass man Einbruchsschutz mit Energiesparen bei Haustüren verbinden kann, möchte Heribert Rubarth von der Verbraucherzentrale bei der Aktion am 23. September demonstrieren. Ansatzpunkte sind das Material, aus der die Eingangstür gefertigt ist, sowie der Briefkasten und die technische Ausstattung.

Die Verbraucherzentralen in NRW bieten bis zum 30. September einen Wettbewerb zum Thema an. Gesucht wird "die beste Haustür im Land". Teilnahmeunterlagen gibt es bei den Verbraucherzentralen und im Internet unter www.vz-nrw.de/haustuer. Neben Sicherheit und Wärmedämmung werden Kriterien wie Zugang/Barrierefreiheit, Beleuchtung und Optik bewertet, erklärt Heribert Rubarth. Mitmachen kann jeder, dessen Haustür nicht älter ist als aus dem Jahr 2002. Dem Sieger winkt ein hochwertiges Trekking-Fahrrad.

Dorothea Khairat, Leiterin der Beratungsstelle Dormagen bei der Verbraucherzentrale, und Kreispolizei bieten nach Anmeldung auch unabhängig von der gemeinsamen Aktion ausführliche Beratungen an.

Kontakt Verbraucherzentrale: Tel. 02133 43074; Polizei: Tel. 02133 3000.

(NGZ)