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Verbraucherberatung Dormagen: Viele Anfragen rund ums Reisen

Jahresbilanz in Dormagen : Viele Anfragen rund ums Reisen bei der Verbraucherberatung

Stark Corona-geprägt ist die Bilanz der Verbraucherberatung Dormagen für das vergangene Jahr - sowohl zahlenmäßig als auch inhaltlich. Das waren die Schwerpunkte.

2030mal waren das Team um Leiter Ralf Eming gefordert, Anliegen von Verbrauchern zu bearbeiten. Im Jahr davor, 2019, waren es mit knapp 3000 deutlich mehr. Inhaltlich kamen Themen wie Reiserücktritte, Ärger mit Fitnessstudios oder Veranstaltungen stark auf. Ein Schwerpunkt lag mit 845 Beratungen und Vertretungen im rechtlichen Bereich.

„Wir sind ganz gut durch die Krise gekommen“, zog Eming ein positives Fazit. Er freute sich, dass es trotz der zumeist fehlenden persönlichen Begegnung in der Geschäftsstelle an der Kölner Straße gelungen sei, online oder per Telefon Anliegen zu besprechen und zu klären.

Probleme bei Reisen und Veranstaltungen machten in 2018 lediglich zwei Prozent der Beratungen aus - zwei Jahren später waren es 16 Prozent und nur übertroffen von Probleme und Streitigkeiten im Dienstleistungsbereich. Vor allem Auskünfte rund um Verbraucherrechte im Lockdown sowie angesichts von Öffnungen unter Auflagen waren im vergangenen Jahr stark gefragt. „Corona hat den Verbraucheralltag erheblich verändert. Der Onlinehandel hatte Hochkonjunktur und rief auch unseriöse Anbieter auf den Plan. Service und rasche Unterstützung für verunsicherte und übervorteilte Menschen standen deshalb für uns im Vordergrund.“

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Angesichts von Reisewarnungen, Quarantäne- und Testpflichten, Absagen und Umbuchungen rangierten Anfragen rund ums Thema Reisen in der Statistik der Beratungsstelle ganz oben. Oft beklagten Betroffene schleppende oder verweigerte Rückzahlungen von Veranstaltern bei Stornierungen sowie das Vertrösten mit Gutscheinen. „Besonders verärgerte die Menschen, wenn Anbieter auf ihre Anfragen gar nicht oder erst nach Wochen reagierten“, berichtete der Beratungsstellenleiter.

Es gab aber auch die klassischen, immer wiederkehrenden Fälle. So der eines Studenten aus Dormagen. Der hatte in seinem Handy eine alte Sim-Karte eingelegt und wickelte über sein Mobiltelefon Studienangelegenheiten aus dem Homeoffice ab - ohne eine Flatrate zu besitzen. Am Ende sollte er 1165 Euro bezahlen. „Wir haben beim Anbieter hartnäckig auf dessen Verstoß gegen die Kontrollpflicht hingewiesen und konnten die Forderungen auf hundetr Euro reduzieren“, so Eming. Da es die Infektionslage erlaubt, werden wieder Termine für die persönliche Beratung vereinbart: unter Telefon  02133 2855301.

(schum)