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Urlaubsgefühl in Dormagen: Ein Tag wie in Israel

Urlaubsgefühl in Dormagen : Ein Tag wie in Israel

Israel ist ein Land, das viel zu bieten hat: Heiligtümer dreier Weltreligionen, Ausgrabungsstätten, faszinierende Landschaften und eine lebendige, vielfältige Kulturszene. Wem Corona einen Strich durch den Auslandsurlaub gemacht hat, der kann im nächsten Teil unser Serie lesen, wie ein Hauch Israel in Dormagen und Umgebung erlebbar ist.

ESC-Teilnehmer Idan Raichel

Uwe Schunder (Verein zur Förderung der Partnerschaft Dormagen-Kiryat Ono) hat einen Musiktipp: Idan Raichel ist einer der bekanntesten zeitgenössischen israelischen Musiker. Mit seinem „Idan Raichel Projekt“ (Foto: RaicheL) trat er 2019 beim Finale des Eurovision Song Contest in Tel Aviv auf. Seine Lieder sind meist in hebräischer Sprache, er kombiniert traditionelle Melodien mit elektronischer Musik. Mal bei Online-Anbietern reinhören, es lohnt sich.

Barbara Kleinesudeik-Fischer (Stadtbücherei) empfiehlt ein Hörbuch: Man kann sich auch wunderbar mit einem Hörbuch in ein fernes Land träumen. In „Wir sehen uns am Meer“ von Dorit Rabinyan, gelesen von Luise Helm, geht es um die Studentin Liat. Die junge Israelin lernt in New York beim Auslandssemester den Maler Chilmi kennen, der aus Ramallah stammt (Palästina, Westjordanland). In  ihrer Heimat wäre sie ihm wohl nie begegnet, doch in den USA verlieben sie sich. Weder Liats Eltern noch ihre jüdischen New Yorker Freunde dürfen von der Beziehung erfahren. Das Paar weiß: Wenn Liats Zeit in New York vorbei ist, muss ihre Liebe enden… Eine berührende Liebesgeschichte, die in Israel einen Skandal ausgelöste, als das Erziehungsministerium 2016 den Roman von der Lektüreliste der Oberstufe gestrichen hat.

Zu Shakshuka passt Wein aus Katzrin

Uwe und Chana Schunder empfehlen: Ein Gericht, das mitunter als israelisches Nationalgericht bezeichnet wird und sich auch hier großer Beliebtheit erfreut, ist Shakshuka (Foto: Pixabay). Für 4 Portionen 3 EL Ölivenöl in einer Pfanne erhitzen. Je 1 gehackte Zwiebel und Knoblauchzehe und 1 gewürfelte Paprikaschote unter Rühren 5 Minuten dünsten. 2 EL Tomatenmark, 5 reife, gewürfelte oder 1 Dose Tomaten zugeben und mit 1 TL Kreuzkümmel, 1 TL edelsüßem Paprikapulver, 1 TL Salz und Chili oder Cayennepfeffer nach Geschmack würzen und 10 Minuten offen köcheln lassen. Mit einem Esslöffel vier Mulden in die Masse drücken und jeweils ein Ei hineinschlagen. Deckel auflegen und 5 Minuten weiter köcheln. Das Ei sollte innen noch leicht flüssig sein. Mit frischen Kräutern bestreuen. Dazu passt Weißbrot oder Pita, auch ein Salat oder verfeinern mit Chorizo, Feta oder Tofu.

Wer das Gericht am Abend mit einem guten Tropfen trinken möchte, sollte zu einem Wein der Golan Heights Winery aus Katzrin greifen. Die Weine sind auch hier erhältlich. Auch israelische Biere können mit dem deutschen Standard durchaus mithalten: Besonders die Produkte aus der Brauerei Bazelet werden empfohlen.

Reise-Tipps: Land und Kultur

Barbara Kleinesudeik-Fischer und Uwe Schunder geben Tipps für Reiseführer: In der Dormagener Stadtbücherei stehen mehrere Reisebücher über Israel zur Ausleihe bereit, die einen guten Überblick über mögliche Reiseziele, Land, Leute, Kultur und Religion geben. Besonders diese zwei werden empfohlen:

Der DuMont Bildatlas „Israel, Palästina“ aus dem Jahr 2017 mit Bildern des Fotografen Ernst Wrba und Texten von Michael Rauch gibt anhand toller Bilder, informativer und unterhaltsamer Texte einen guten Überblick über Israel, das nicht nur reich an Kultur und Geschichte ist, sondern auch reizvolle Landschaften und Naturschönheiten zu bieten hat.

Für Besucher der Stadt Jerusalem mit dem Felsendom (Foto: C.Wernig) auf dem Tempelberg und der Dormitio-Abtei (Foto oben: C. Wernig) auf dem Berg Zion eignet sich der DuMont Direkt Reiseführer „Jerusalem“. In 15 Kapiteln werden Sehenswürdigkeiten, Highlights und Wissenswertes beschrieben. Mit Cityplan.

Uwe Schunder rät zu „Israel neu entdecken“ von Gretel Rieber. Die Journalistin begibt sich in ihrem Lieblings-Reiseland Israel auch auf Pfade abseits der üblichen Touristenziele und beschreibt vor allem auch weniger bekannte Orte des kulturträchtigen Landes. Ein besonderes Buch für alle, die sich gerne selbst auf Entdeckungsreise begeben.

Vom See über Berge bis zur Negev-Wüste

Israel bietet klimatisch fast alles, wie Uwe Schunder erklärt: Vom Skigebiet im Norden über den See Genezareth (Foto: C. Wernig), die wasserreiche Hula-Ebene und das hoch gelegene Jerusalem bis zur Negev-Wüste im Süden und dem Badeort Eilat am gleichnamigen Golf. Entsprechend reich ist die Tier- und Pflanzenwelt.

Das Timna-Valley in der Nähe von Eilat ist ein Highlight: In dem von hohen Klippen umgebenen Tal ist ein Park entstanden, der spektakuläre Landschaft, phantastische Geschichte und Aktivitäten für die ganze Familie bereithält. Im Park findet man die älteste Kupfermine der Welt – der Kupferbergbau begann vor 6000 Jahren. Fundstätten und Besucherzentren informieren übers Leben der Bergleute.

Der vorherrschende Baum im Tal sowie im südlichen Teil Israels ist die Raddiana- oder Sahara-Akazie. Die faszinierende Baumart kann ohne Niederschläge viele Monate überleben, weil sie sehr tiefe Wurzeln ausbildet. Stamm, Äste und Blätter sind Nahrung für Tiere. Die nachtaktiven Wölfe dürften allerdings wenig Gefallen an den Akazien finden. Durch den menschlichen Eingriff ist das Nahrungsangebot größer geworden, so dass sich kleine Rudel gebildet haben.

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