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Dormagen: Übergangsquartier für Kita "Krümelkiste"

Dormagen : Übergangsquartier für Kita "Krümelkiste"

Bis zum Ende dieser Woche soll ein Ausweichquartier für die restlichen drei Gruppen der Kindertagesstätte "Krümelkiste" gefunden werden. Dies teilte die Stadtpressestelle gestern auf Anfrage der Redaktion mit.

"Der Umbau für die U3-Betreuung wird wie geplant Mitte September beginnen", erklärte Stadtsprecher Harald Schlimgen. Mit Hilfe eines Landeszuschusses wird die Kita "Krümelkiste" rund ein Jahr lang umgebaut.

Seit gestern sind bereits zwei der insgesamt fünf Gruppen der städtischen Kindertagesstätte außerhalb der Einrichtung untergebracht. Verwirrung herrschte vor allem bei den Eltern darüber, was mit den restlichen Kindern in der Umbauphase geschieht. Die Nievenheimer CDU kritisierte, dass die Suche nach einem Ausweichquartier für alle Kinder zur falschen Zeit begonnen hätte.

Zu welcher Lösung die Stadtverwaltung nun kommt, ist derzeit noch offen. "Wir versuchen, eine für den Steuerzahler möglichst günstige Lösung zu finden, die auch die Bedürfnisse der Kinder und der Kita berücksichtigt", versicherte Schlimgen. Wird bis Ende der Woche keine andere Lösung gefunden, wird die Stadt Container aufstellen lassen, die für die Bauphase das Kindergartengebäude ersetzen sollen. "Diese Lösung würde rund 100 000 Euro kosten", erklärte der Stadtsprecher.

Elisabeth Gartz, die sich innerhalb der Stadtverwaltung um die Kindertagesstätten kümmert, ist jedoch weiterhin auf der Suche nach einem anderen Quartier. "Seit rund vier Wochen sucht sie intensiv. Derzeit prüfen wir Privaträume in Nievenheim", sagte Schlimgen.

Behauptungen, die Stadt hätte sich zu spät um eine Ausweichmöglichkeit für die Kinder gekümmert, trat der Stadtpressesprecher gestern entgegen: "Wir haben am 30. Juni einen Bewilligungsbescheid des Landes über 613 000 Euro für den Umbau zweier Kitas in den Jahren 2011 und 2012 erhalten. In diesem Jahr müssen noch 383 000 Euro dieser Gesamtsumme verwendet werden."

Ansonsten sei der nicht in Anspruch genommene Betrag ohne Aufforderung zurückzuzahlen. "So war es uns nicht möglich, unseren bisherigen Plan zu verfolgen", ergänzte Schlimgen. Die Stadt wollte die Kita-Räume nach und nach umbauen – im laufenden Betrieb. Da nun jedoch die Zeit wegen der Landes-Vorgaben drängt, "müssen wir in einem Rutsch in der gesamten Kita umbauen", erklärte er. Die Eltern werden möglichst bald über das weitere Vorgehen informiert.

(NGZ)