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Gohr Und Broich: Turfgrafen baten zum närrischen Umzug durchs Bergdorf

Gohr Und Broich : Turfgrafen baten zum närrischen Umzug durchs Bergdorf

Ausgelassene Stimmung herrschte am Rosenmontag in den Straßen von Gohr und Broich. Das ganze Dorf war auf den Beinen, um sich beim Karnevalszug von "Kamelle" und "Tulpenstrüsschen" berieseln zu lassen. Um Punkt 14 Uhr "treckte" die bunte Karawane in Broich los. Der Karnevalsverein Kamellezoch Broich feierte sein viertes närrisches Jubiläum, und auch die Karnevalsgesellschaft Gohrer und Broicher Turfgrafen nähert sich dieser magischen Zahl: Sie gestalten seit 36 Jahren den Rosenmontagszug mit.

Angeführt wurde der Zoch vom Zugleitungswagen, der im Schlepptau die Ückerather Piraten als Gäste hatte. Alle Teilnehmer legten viel Wert auf gutes Wurfmaterial: "Nach den ollen Kamellen, die wir als Kinder geliebt haben, bückt sich heute kaum noch jemand", erklärte Peter Görn, Vorsitzender des Rosenmontags-Komitees. Die kostümierten Jecken hatten sich viel Mühe gegeben: sehr authentisch wirkende Mitglieder der "Men in Black" blickten durch Sonnenbrillen, "Jecke Zebras" tänzelten in bester Dressurmanier über die Straßen, Piraten, Hippies, Mario und Luigi sowie Glücksbärchis waren zu sehen — aber nicht nur in Gohr.

Höhepunkte waren mittelalterliche Marktleute, Ampelmännchen und die besonders schöne Gruppe "Karneval de Venezia": Deutlich zu sehen war in Gohr die prunkvolle und aufwendige Form des Karnevals, die sich in den raschelnden Kostümen ausdrückte.

(vest)