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Dormagen: TSV Bayer lässt Vertrag mit Sportcenter-Caterer auslaufen

Dormagen : TSV Bayer lässt Vertrag mit Sportcenter-Caterer auslaufen

Alle Beteiligten bemühen sich, denn Ball flach zu halten. Doch es sieht nicht nach einer freundschaftlichen Trennung aus, die gerade rund um das TSV-Sportcenter über die Handball-Bühne geht.

Jorgos Flambouraris, Buchhändler, Eventmanager und Gastronom, wird in der kommenden Saison der Drittliga-Handballer nicht mehr für das Catering in der Halle verantwortlich zeichnen. Der Vertrag läuft Ende dieses Monats aus und wird nicht verlängert. Das bestätigte Frank Neuenhausen, Geschäftsführer des TSV Bayer Dormagen, der das TSV-Sportcenter betreibt, auf Anfrage unserer Redaktion. Die Handball-GmbH agiert als Mieterin. "In der kommenden Woche wird es ein Gespräch zwischen beiden Seiten geben", so Neuenhausen.

Doch Flambouraris hat das Ergebnis längst vorweggenommen. Auf Facebook hat sich der agile Grieche schon am Sonntag von vielen Weggefährten verabschiedet. "Macht es gut, ihr treuen TSV-Fans", schreibt er. "Leider ohne uns." Auch wenn sich beide Seiten bedeckt halten, so sind die Vorstellungen darüber, wie es weitergehen soll, offenbar höchst unterschiedlich. Neuenhausen sagt nur so viel: "Konkrete Kritikpunkte werden wir persönlich klären, nicht über die Öffentlichkeit." Klar ist, und das bestätigt der Geschäftsführer, dass es eine "Umorientierung" und "Veränderungen" geben wird. Einen Nachfolger beziehungsweise einen neuen Vertrag mit einen anderen Gastronomen gibt es noch nicht. "Gespräche gibt es", so Neuenhausen. Hintergrund sollen andere Vorstellungen sein, die der Hauptnutzer der Halle, die TSV-Handballer haben. GmbH-Geschäftsführer Björn Barthel wollte sich dazu nicht äußern.

Flambouraris nimmt es ganz sportlich: "Wenn es einen anderen Anbieter gibt, der ein besseres Angebot macht, dann ist das in Ordnung." Auf Facebook verweist er auf sein großes Engagement gerade in den zurückliegenden, finanziell schwierigen Zeiten. Zum Beispiel eine Rettungsparty für den TSV. "Mein Team und ich werden dem TSV in der Zukunft nicht mehr zur Verfügung stehen", sagt er unmissverständlich.

(schum)