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DHC Rheinland: TVK und DHC verabschieden sich

DHC Rheinland : TVK und DHC verabschieden sich

Seit gestern ist der DHB-Pokal Geschichte für die heimischen Zweitligisten. Während der TV Korschenbroich bei der 28:32-Niederlage gegen Erstligist MT Melsungen wenigstens in Halbzeit zwei eine halbwegs ordentliche Leistung bot, unterlag der DHC Rheinland mit 29:38 in Leutershausen

Ob die Roth-Zwillinge Michael und Uli gestern Abend noch miteinander telefoniert haben, ist nicht bekannt. Die beiden Handball-Teams der Ex-Nationalspieler jedenfalls beendeten in schöner Eintracht das Kapitel DHB-Pokal für die heimischen Zweitligisten TV Korschenbroich und Dormagener HC Rheinland.

Während der von Michael Roth trainierte Erstligist MT Melsungen beim 32:28-Sieg (Halbzeit 16:10) in der Korschenbroicher Waldsporthalle bis auf die Schlussphase seiner Favoritenrolle recht eindeutig gerecht wurde, gelang Drittligist SG Leutershausen mit Manager Uli Roth dank des 38:29-Sieges (Halbzeit 21:13) über den DHC Rheinland eine der Überraschungen der zweiten DHB-Pokalrunde.

An eine solche war gestern Abend vor nur 300 Zuschauern in der Waldsporthalle nicht zu denken. Hätte Michael Roth nicht in der Schlussphase seine vornehmlich aus deutschen Spielern bestehende Zweitbesetzung aufs Parkett geschickt, die Niederlage für den TV Korschenbroich hätte auch leicht zweistellig ausfallen können. Nach 51 Minuten führte der Erstligist nämlich mit 30:21, ohne bis dahin wirklich überzeugt oder gar geglänzt zu haben. Ein starker Per Sandström zwischen den Pfosten (zwölf Paraden), ein ebenso starker Michael Allendorf, mit 9/3 Treffern bester Torschütze des Abends, auf Linksaußen und eine ansonsten solide, aber auch wenig aufregende Leistung reichten den Hessen bis dahin, um die nach drei Niederlagen zum Zweitliga-Auftakt verunsicherten Hausherren in Schach zu halten.

Vor den Augen von Maik Handschke, Trainer ihres kommenden Gegners TuSEM Essen, konnten die Korschenbroicher dann wenigstens in der Schlussphase etwas Selbstvertrauen für das vielleicht schon richtungweisende Heimspiel am Samstag tanken. Bezeichnend: Als der TVK das spielte, was ihn früher stark gemacht hat — eine halbwegs ordentlich vorgetragene zweite Welle und überraschende Würfe aus dem Rückraum durch den im ersten Durchgang vollkommen uninspiriert wirkenden Simon Breuer (6 Tore) und den erst kurz vor der Pause ins Spiel gebrachten Florian Korte (7) — da wurde die Partie der Hausherren ansehnlicher und das Ergebnis t erträglicher.

Zuvor war der TVK in unverständlichen taktischen Korsetts (zwei Kreisläufer) erstarrt und hatte sich die bereits aus den Auftaktspielen der Zweiten Liga sattsam bekannten technischen Fehler geleistet, für die vor allem Dennis Marquardt und Pasqual Tovornik verantwortlich zeichneten. Vom Handball früherer Prägung ist der TVK dennoch allzu weit entfernt.

(NGZ)