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Tsv Bayer Dormagen: TSV nutzt die Gunst der Stunde

Tsv Bayer Dormagen : TSV nutzt die Gunst der Stunde

Nach 33:23 in Schalksmühle jetzt alleine Verfolger von Tabellenführer Ferndorf

Der TSV Bayer Dormagen hat die Gunst der Stunde genutzt: Obwohl erneut stark ersatzgeschwächt zur SG Schalksmühle-Halver gereist – Dennis Marquardt nahm nach dem Aufwärmen wieder auf der Bank Platz – setzte sich der Handball-Drittligist ungefährdet mit 33:23 (17:11) beim Aufsteiger durch und ist nach den Patzern der Konkurrenz – Eintracht Hagen verlor das Spitzenspiel gegen TuS Ferndorf, der Wilhelmshavener HV musste sich eine Woche nach dem 29:30 in Dormagen überraschend dem ART Düsseldorf mit 30:37 geschlagen geben – jetzt mit 21:5 Punkten alleiniger Verfolger von Spitzenreiter TuS Ferndorf (24:2).

"Ein bisschen verwunderlich ist das schon angesichts unserer ganzen Ausfälle", meint Trainer Jörg Bohrmann, dessen Schützlinge seit der 31:40-Niederlage zum Saisonauftakt gegen Ferndorf kein Spiel mehr verloren haben – von allen 64 Drittligisten ist nur der alleine noch verlustpunktfreie Süd-Spitzenreiter HSC Bad Neustadt länger ungeschlagen als die Dormagener. Doch er findet auch: "Die Mannschaft hat sich das durch absolut seriöses Arbeiten auch verdient."

Vor nur 300 Zuschauern bestimmte der TSV das Geschehen in Schalksmühle von Beginn an. Erst nach fünf Minuten konnten die Gastgeber den erneut starken Sven Bartmann (15 Paraden), der das Duell mit seinem Vorgänger Dominik Formella eindeutig für sich entschied, beim 1:3 erstmals überwinden. "Wir haben den Grundstock in der Abwehr und einer daraus resultierenden sehr guten zweiten Welle gelegt," analysierte Bohrmann das Zustandekommen des ersten Auswärtssieges nach zuletzt drei Unentschieden in fremden Hallen in Serie, "wir hatten Schalksmühle jederzeit im Griff."

In der Tat kam der Neuling nur einmal, beim 5:7 durch den Ex-Dormagener Maciej Dmytruszynski (14.), in die Nähe eines möglichen Punktgewinns. Doch dann setzten sich die Gäste schnell bis auf 13:6. "Gut zehn Minuten nach der Pause war die Partie entschieden", sagte Bohrmann mit Blick auf den Zwischenstand von 23:14 (43.), den Robin Doetsch mit drei Treffern in Folge innerhalb von 136 Sekunden herbeigeführt hatte.

Der Rechtsaußen war mit elf Treffern der überragende Werfer, das schönste Tor des Tages erzielte jedoch der insgesamt sieben Mal erfolgreiche Kreisläufer Alexander Kübler mit einem "Rück-/Seitfall-über die Hand abrollenden Dreher in den Winkel" (Co-Trainer Joachim Kurth). Und auch der 17-Jährige Pascal Blos durfte sich in seinem erst zweiten Drittliga-Spiel mit drei Treffern in der Torschützenliste verewigen, darunter einem Siebenmeter zwanzig Sekunden vor Schluss. Dass Jonathan Eisenkrätzer kurz zuvor beim Versuch, einen Gegenstoß der Gastgeber zu stoppen, die "Rote Karte" sah, konnten die Dormagener da verschmerzen.

(-vk)