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Tsv Bayer Dormagen: TSV-Nachwuchs sagt mit Galavorstellung ade

Tsv Bayer Dormagen : TSV-Nachwuchs sagt mit Galavorstellung ade

Trotz des 31:26-Erfolges vor knapp 500 Zuschauern über Berlin haben Dormagens A-Jugend-Handballer den Einzug ins DM-Finale verpasst.

Auch wenn die Hypothek der 25:38-Niederlage im Hinspiel wie erwartet zu hoch war, nach dem 31:26-Erfolg (Halbzeit 14:12) der A-Jugend-Handballer des TSV Bayer Dormagen im Halbfinale der Deutschen Meisterschaft über die turmhoch favorisierten Jungfüchse Berlin feierten knapp 500 Zuschauer eine Handball-Party. Trainer Frowin Fasold brachte die Gemütslage im TSV-Bayer-Sportcenter auf den Punkt: "Großartig! Wir haben Berlin die erste Niederlage in dieser Saison zugefügt und damit, denke ich, den kommenden Deutschen Meister geschlagen."

Der verpasste Einzug ins Finale scherte am Ende keinen am Höhenberg, denn nach dem überdeutlichen Hinspielsieg des Titelverteidigers, "besser kann man fast nicht spielen", so Trainer Bob Hanning, ging es für Dormagen im zweiten Duell nur darum, eine starke Saison mit einem Paukenschlag zu krönen. Das gelang eindrucksvoll. Die Partie, "in der wir sicher fünf, sechs Spieler gesehen haben, die mittelfristig das Potenzial für die 1. Liga haben" (Hanning), ging als Werbeveranstaltung für den Jugend-Handball durch. Die ohne die angeschlagenen Leistungsträger Darius Krai und Fabian Wiede angetretenen Gäste konnten dabei ihr Tempospiel aus dem ersten Vergleich, "in dem Berlin besser gespielt hatte, als das die Videoaufzeichnungen hergaben" (Fasold), nicht wiederholen. Angeführt von Florian Feindt setzte der TSV den Jungfüchsen hart zu, zwang Hanning schon in der 15. Minute (7:5) zu einer Auszeit. Wären die Hausherren nicht immer wieder am glänzend aufgelegten Angelo Grunz im Berliner Kasten gescheitert, wäre sogar mehr möglich gewesen als die zwischenzeitliche Drei-Tore-Führung (14:11/30.).

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Nach Feindts Treffer zum 18:14 (36.) nahm Hanning seine zweite Auszeit. Weil sich jedoch vor allem Simon Ernst im Verlauf der zweiten Hälfte zu steigern wusste — am Ende standen für den Junioren-Europameister stattliche zehn Tore zu Buche —, lag der TSV nach Treffern von Feindt und Moritz Preuss plötzlich mit 22:16 (43.) vorne. Spätestens da sah sich Fasold in seiner Meinung bestätigt, "dass wir ins Finale hätten einziehen können, wenn bei uns alle am Leistungslimit und die Berliner im Hinspiel nicht so unfassbar gut gespielt hätten".

Auch wenn seine Schützlinge aufgrund der kolossalen Vorleistung letztlich ungefährdet zum vierten Mal hintereinander das Endspiel erreichten, zollte Hanning dem Gegner den ihm gebührenden Respekt. "Kompliment an Dormagen, das war eine starke Leistung." Und an seine Jungs ging die dringende Ermahnung: "Zu verlieren macht keinen Spaß, aber vielleicht kam diese Niederlage ja genau zum richtigen Zeitpunkt, um zu verstehen, dass man solche Spiele nicht gewinnt, man weniger als das Maximum investiert." Fasold sah den gelungenen Auftritt im Halbfinale als würdigen Abschluss einer geradezu traumhaften Saison: "Außer gegen Völklingen haben wir gegen keine Mannschaft zweimal verloren — diese Mannschaft hat eine tolle Entwicklung hinter sich."

(NGZ)