1. NRW
  2. Städte
  3. Dormagen
  4. TSV Bayer Dormagen

Tsv Bayer Dormagen: TSV-Handballer machen nicht nur den Trainer stolz

Tsv Bayer Dormagen : TSV-Handballer machen nicht nur den Trainer stolz

Im letzten Heimspiel der Saison bezwingt der Drittligist den Wilhelmshavener HV vor 1220 Zuschauern klar mit 32:23.

Den vom TSV ausgelobten 100 Litern Freibier hätte es am Samstagabend gar nicht bedurft, um die 1220 Zuschauer im Sportcenter in Hochstimmung zu versetzen. Denn im letzten Heimspiel der Saison versetzten Bayers Drittliga-Handballer das treue Dormagener Publikum schon mit ihrem in überzeugender Manier herausgespielten 32:23-Sieg (Halbzeit 16:11) über den Wilhelmshavener HV in höchste Verzückung.

Sicher, die mit ganz zarten Aufstiegshoffnungen angereisten Gäste von der Nordseeküste traten nicht in Bestbesetzung an, doch selbst in voller Stärke wären sie den TSV-Bubis in der aktuellen Verfassung wohl kaum gewachsen gewesen. "Dormagen war heute klar besser", sagte auch WHV-Spielertrainer Christian Köhrmann, der das Spielfeld schon vor der Pause verletzt hatte verlassen müssen. Kollege Jörg Bohrmann schloss gleich die gesamte Mannschaft – einschließlich der vor dem Match verabschiedeten Lars Jäckel (wechselt zum Leichlinger TV), Bastian Jacoby (Pulheimer SC), Dominik Formella (SG Schalksmühle-Halver) und Jarno Pusch (TuS Opladen) – in sein Herz: "Ich bin unglaublich stolz auf dieses Team."

Und das mit Recht, denn auch am Samstag spielten Simon Ernst, Tobias Plaz & Co. nicht nur erfolgreich, sondern auch herzerfrischend auf. Schon in der siebten Minute sah sich Köhrmann beim Spielstand von 5:2 für den TSV zu einem Torwartwechsel gezwungen, kurz darauf (7:2/9.) versuchte er seine Mannen in einer frühen Auszeit zu sortieren. Ohne Erfolg. Erst als den Hausherren für kurze Zeit die Konzentration im Abschluss abging, kamen die spielerisch eher minderbemittelten Krafthandballer aus dem Norden von 3:8 (11.) auf 6:8 (16.) heran. Als die Gastgeber in der Folge vor allem in der Defensive an Intensität zulegten, war der WHV dem hohen Tempo indes nicht mehr gewachsen. Bereits zur Pause lag Dormagen deutlich mit 16:11 vorne.

Entschieden war das Spitzenspiel schon in der 39. Minute, als Markus Breuer seinen zweiten Siebenmeter zum 22:14 verwandelte. Dabei setzte der TSV seinem Kontrahenten auf allen Positionen zu. Dass der junge Moritz Preuss am Kreis im zweiten Durchgang, in dem er vier seiner insgesamt fünf Treffer erzielte, trotz zum Teil ansonsten nur im Ringkampf zu beobachtender Abwehrversuche groß aufspielte, freute seinen Coach außerordentlich. "Denn er stand in den letzten Spielen etwas im Schatten von Alex Kübler. Heute hat er bewiesen, was er für ein herausragender Kreisläufer ist."

Mit dem sechsten seiner am Ende acht Treffer zum 25:15 (42.) markierte der federleicht auftrumpfende Simon Ernst sein 200. Tor in dieser bislang so großartigen Spielzeit, die Bayer am Samstag sogar noch veredeln kann. Dann tritt der TSV in Bad Zwischenahn (Anpfiff 19 Uhr) beim Spitzenreiter VfL Edewecht zum echten Finale um die Meisterschaft in der 3. Liga West an.

(NGZ)