TSV Bayer Dormagen: TSV Bayer Dormagen baut seine Serie weiter aus

TSV Bayer Dormagen : TSV Bayer Dormagen baut seine Serie weiter aus

Der Handball-Drittligist bleibt nach dem 37:30-Erfolg in Bielefeld im siebten Spiel in Folge ohne Niederlage

Der TSV Bayer Dormagen hat seinen Status aus dritte Kraft in der Dritten Liga weiter ausgebaut: Mit dem ungefährdeten, aber "hart erarbeiteten" (Trainer Jörg Bohrmann) 37:30-Sieg (Halbzeit 17:12) bei der TSG A/H Bielefeld bauten die Dormagener Handballer ihre Erfolgsserie auf nun sieben Spiele in Folge ohne Niederlage mit 13:1 Punkten aus.

Damit bleibt der neu formierte Zweitliga-Absteiger (jetzt 15:5 Punkte) hartnäckigster Verfolger des Spitzenduos aus Wermelskirchen (18:2) und Leichlingen (17:3). "Jetzt hoffe ich, dass wir im nächsten Heimspiel gegen Aurich die Hütte voll haben werden", meint Bohrmann mit Blick auf die Partie am Samstag (19 Uhr), die gemeinsam mit dem Integrationsrat der Stadt Dormagen zum "Spieltag der Vielfalt" ausgerufen wurde.

Die Partie in Bielefeld wurde hingegen zu einem Fest des Tempo-Handballs: "Wir haben über 60 Minuten das Tempo hoch gehalten und 16 Tore aus der zweiten Welle erzielt", fasste Bohrmann die sechzig Minuten zusammen, die abgesehen von der ersten Viertelstunde eindeutig von den Gästen bestimmt wurden: Von 7:7 (13.) setzten sich die Dormagener auf den 17:12-Pausenstand ab und baute diesen Vorsprung kontinuierlich bis auf 35:25 (56.) aus.

"Am Ende waren wir dann ein bisschen unkonzentriert, was wohl dem konstant hohen Tempo geschuldet war", meinte Bohrmann, der zwei Akteure aus einer "geschlossen guten Mannschaft" heraushob: Matthias Broy hielt zwischen den Pfosten die "big points fest" (Bohrmann) und sorgte dafür, dass Dominik Formella, die nominelle Nummer eins der Dormagener, mit seinem Bänderriss auf der Bank bleiben konnte. Und auf dem Feld überragte Dennis Marquardt, der ebenso wie die Jugend-Europameister Moritz Preuss und Simon Ernst acht Tore erzielte.

Vielleicht war er besonders motiviert, weil auf der Gegenseite sein früherer Mannschaftskollege Florian Korte seine Comeback feierte, nachdem er sich, damals noch im Trikot des TV Korschenbroich, im Januar bei einem Testspiel gegen den DHC Rheinland das Kreuzband gerissen hatte — ihm gelangen zum Wiedereinstand bei seinem Stammverein immerhin zwei Treffer.

Bohrmann nutzte die ganze Breite seines Kaders, wechselte schon vor der Pause die aus Großwallstadt gekommenen Jugend-Nationalspieler Sebastian Damm (2 Tore) auf der Regieposition und Jo Gerrit Genz (1) auf Rechtsaußen ein, "damit wir das Tempo hoch halten konnten. Beide haben ihre Sache schon recht gut gemacht", lobte er die 17-Jährigen ebenso wie die mitgereiste Busladung Fans: "Die haben eine Riesenstimmung gemacht."

(NGZ/rl/url)
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