DHC Rheinland: Ratka wünscht sich noch zwei Siege für den DHC

DHC Rheinland : Ratka wünscht sich noch zwei Siege für den DHC

Richard Ratka saß gestern kopfschüttelnd vor seinem PC. Auf dem Bildschirm: die Videoaufzeichnung der 33:34-Niederlage des DHC Rheinland gegen den SC Leipzig.

Dabei war es Zweierlei, was den Dormagener Trainer veranlasste, das leicht ergraute Haupt zu schütteln. Zum einen die Entscheidungen der Unparteiischen. "Unglaublich, was die gepfiffen haben. Das war ja noch schlimmer als ich daswährend des Spiels empfunden habe", sagt der Ex-Nationalspieler. Doch auch die Vorstellung seiner Spieler stimmte ihn in einigen Bereichen bedenklich: "In der Deckung fehlten Wille und Aggressivität. Wir waren viel zu passiv."

Soll sein Weihnachtswunsch in Erfüllung gehen, das Jahr mit zwei Siegen morgen (19.30 Uhr, Hansehalle Lübeck) beim Tabellenvorletzten VfL Bad Schwartau und am Zweiten Weihnachtstag (17 Uhr) gegen die TSG Friesenheim abzuschließen, ist eine klare Steigerung im Defensivverhalten vonnöten: "Vorne war das richtig gut", sagt Ratka über die Angriffsleistung von Freitagabend, "aber wir schaffen es einfach nicht mehr, über 60 Minuten ein Gesamtpaket aus Angriff und Abwehr zu schnüren."

Das sei vor allem bei den jungen Spielern eine Kopfsache. Deshalb will der Trainer sie auch gar nicht viel mit Stärken und Schwächen der kommenden Gegner belasten: "Es hängt allein an uns, ob wir erfolgreich sind." Gelängen die beiden Siege, wäre der DHC zum Jahresende im Soll: "22 bis 24 Punkte sind okay", sagt Ratka, "ich gehe davon aus, dass wir eine stärkere Rückrunde spielen." Und die würde trotz acht Punkten Abzug "einen Platz im gesicherten Mittelfeld" bedeuten.

(NGZ/rl)