DHC Rheinland: Ratka: "Waren einfach schlecht"

DHC Rheinland : Ratka: "Waren einfach schlecht"

Dass Richard Ratka nur wenig über die Schiedsrichter sagte nach dem 23:24 gegen die HSG Nordhorn, hatte nichts mit dem Erlass der Handball-Bundesliga (HBL) zu tun, nach dem Beteiligte sich 48 Stunden nach einem Spiel nicht über die Unparteiischen äußern dürfen. Sondern damit, dass der Trainer des DHC Rheinland die Schuld an der zweiten Saisonniederlage nicht an der unzulänglichen Leistung von Harald Schembs und Markus Weyell festmachte.

Sondern einzig und allein an der mindestens genauso unzulänglichen Leistung seiner Schützlinge: "Wir waren heute einfach schlecht", brachte Ratka die 60 Minuten auf einen einfachen Nenner, "besonders in der ersten Halbzeit." Da lag der DHC zeitweise mit fünf Toren im Hintertreffen, weil er es im Angriff viel zu oft durch die Mitte versuchte, sich dabei zu viele technische Fehler leistete und auch die Deckung nicht richtig dicht bekam.

"Dass wir uns dann aber bis zum Gleichstand herangekämpft haben, spricht für die Mannschaft und ihren Willen", sagt der DHC-Trainer mit Blick auf die zweite Halbzeit, die die Dormagener mit 12:10 für sich entschieden. Dass es am Ende nicht wenigstens zu einem Punkt – "zwei wären auch nicht verdient gewesen", meint Ratka – reichte, lag dann doch wieder an den Unparteiischen. "Einen Angriff über zwei Minuten laufen zu lassen, geht gar nicht", ereiferte sich der Ex-Nationalspieler über jene Zeit zwischen David Breuers Treffer zum 23:23 (57:37 Minuten) und dem entscheidenden Tor von Alexander Terwolbeck 19 Sekunden vor dem Schlusspfiff (59:41). Zwei Minuten und vier Sekunden, in denen Nordhorn ununterbrochen in Ballbesitz war. "Da hatten wir Glück, dass der überhaupt 'reingegangen ist", meinte der Ex-Dormagener Nils Meyer, der das Duell der Spielmacher klar gegen Björgvin Holmgeirsson und Ondrej Zdrahala für sich entschied.

Ratka sieht das anders: "Das hat nichts mit Glück zu tun. Du kannst keine zwei Minuten ununterbrochen verteidigen, irgendwann lässt die Konzentration nach und dann ist das Ding drin." Wobei ihn die Niederlage nicht umwirft: "Mir war von Anfang an klar, dass solche Rückschläge kommen. Dafür sind wir noch nicht konstant genug, dazu fehlen im Rückraum die Alternativen." Jetzt ist er "gespannt, welche Antwort die Mannschaft darauf gibt" – nach der ersten Niederlage (20:23 gegen TuSEM Essen) folgte ein 31:23-Sieg in Rostock. Morgen ist der DHC in Eisenach zu Gast.

(NGZ)
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