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DHC Rheinland: Ratka: "Dürfen nicht in Zufriedenheit verfallen"

DHC Rheinland : Ratka: "Dürfen nicht in Zufriedenheit verfallen"

Den Mitabsteiger in der Schlussphase in tiefe Depression gestürzt, für eine der Überraschungen am ersten Spieltag der neuen eingleisigen zweiten Handball-Bundesliga gesorgt – beim DHC Rheinland könnte eitel Sonnenschein herrschen nach dem 31:24-Auftaktsieg beim ASV Hamm.

Den Mitabsteiger in der Schlussphase in tiefe Depression gestürzt, für eine der Überraschungen am ersten Spieltag der neuen eingleisigen zweiten Handball-Bundesliga gesorgt — beim DHC Rheinland könnte eitel Sonnenschein herrschen nach dem 31:24-Auftaktsieg beim ASV Hamm.

Gäbe es da nicht die acht Pluspunkte, die den Dormagenern wegen des Insolvenzverfahrens aus der vergangenen Saison am Ende der Spielzeit abgezogen werden. Und gäbe es nicht den ewigen Mahner Richard Ratka: "Der größte Fehler wäre es, jetzt in Zufriedenheit zu verfallen", sagt der neue Trainer mit Blick auf das erste Heimspiel, zu dem sich heute ab 19.45 Uhr der TV Bittenfeld im Sportcenter am Höhenberg vorstellt.

Den zählt Ratka zu jenen Mannschaften, die hinter dem erklärten Titelfavoriten GWD Minden und die anderen beiden Aufstiegsplätze mitspielen: "Die sind sehr ausgeglichen und sehr breit besetzt", sagt er über den 18-köpfigen Kader seines Kollegen Günter Schweikardt.

Der hat aus dem Dorfklub vor den Toren Waiblingens, der seine Heimspiele auch schon mal vor 5000 Zuschauern in der Stuttgarter Porsche-Arena austrägt, eine feste Größe in der zweiten Liga Süd gemacht: Im ersten Jahr nach dem Aufstieg 2006 nur 16., haben sich die Schwaben über die Plätze 10, 8, 3 und 4 kontinuierlich nach vorne gearbeitet.

Der Kader aus dem Vorjahr, darunter auch der Ex-Dormagener Arni Thor Sigtryggsson, blieb zusammen, für Torhüter Bastian Rutschmann, jetzt zweiter Mann bei FrischAuf Göppingen, wurde der 2,02 Meter lange Slowake Gregor Lorger, bislang in der spanischen Liga aktiv, verpflichtet.

Der half nach seiner Einwechslung mit, den 34:30-Auftaktsieg über den VfL Bad Schwartau festzuhalten. "Die laufen eine ganz starke erste und zweite Welle und bestrafen jeden Fehler", hat Ratka beim Videostudium der Partie erkannt. Eine Erkenntnis, aus der er seine Lehren ziehen will: "Die Dinge, die mir in Hamm nicht gefallen haben, haben wir intensiv besprochen", sagt der 47-Jährige über die zurückliegende Trainingswoche.

Anders als in Hamm, wo die Gastgeber am Ende resignierten, trifft der DHC heute auf ein Team, "das nie aufgibt, egal wie es steht", findet Ratka, "deshalb dürfen wir das Spiel nie innerlich abhaken." Bei diesem Unterfangen könnte nur Bastien Arnaud fehlen — der französische Kreisläufer knickte in Hamm mit dem Fuß um.

(NGZ)