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DHC Rheinland: Ratka: "Brauchen Unterstützung"

DHC Rheinland : Ratka: "Brauchen Unterstützung"

Im Spiel eins nach dem Kreuzbandriss von Kreisläufer Bastien Arnaud setzt Handball-Zweitligist DHC Rheinland auf seine Fans: "Die junge Mannschaft braucht jetzt die Unterstützung von außen", sagt Trainer Richard Ratka vor der Partie heute Abend gegen den alten Rivalen TuSEM Essen

Zwei Nachwuchsleute auf dem Feld und mindestens anderthalb Tausend auf den Tribünen des Sportcenters sollen heute Abend beim DHC Rheinland den Ausfall von Bastien Arnaud kompensieren helfen: "Die junge Mannschaft braucht jetzt die Unterstützung von außen", appelliert Trainer Richard Ratka vor dem heutigen Duell (Anwurf um 19.30 Uhr) mit dem ewigen Rivalen TuSEM Essen an die Fans des Handball-Zweitligisten.

Sechs Monate müssen die Dormagener auf Kreisläufer Bastien Arnaud verzichten. Der 26 Jahre alte Franzose wurde inzwischen an seinem Kreuzbandriss operiert, den er sich drei Minuten vor dem Abpfiff der Partie beim TV Emsdetten bei einer Abwehraktion ohne gegnerische Einwirkung zugezogen hatte. "Für alle inklusive der medizinischen Abteilung überraschend", sagt Ratka, "danach sah es eigentlich gar nicht aus."

Um so schockierten reagierten die Dormagener, "das hat schon eine gewisse Traurigkeit ausgelost", sagt der Trainer, "denn Bastien war in Angriff wie Abwehr gut bei uns angekommen." Jetzt sollen es Michael Wittig, im Juni 22 Jahre alt geworden, und Dennis Sczcesny richten, der in sechs Wochen gerade mal 18 wird. "Der jüngste Innenblock in Deutschland", sagt Ratka über das Duo. Und auch wenn die beiden sein "volles Vertrauen" genießen und sich "im Training noch mehr 'reingehangen haben als sonst", schließt der Handball-Lehrer eine Nachverpflichtung nicht aus: "Wir sind durch den Ausfall von Bastien schon ein paar Prozent schwächer geworden. Und die Personaldecke dünner", sagt Ratka.

Zwar steht in dem aus Magdeburg gekommenen Alexander Kübler (22), der bislang für den TSV Bayer in der Oberliga spielte, ein weiterer Kreisläufer mit Zweitliga-Erfahrung zur Verfügung, "doch er kann allein aus körperlichen Gründen uns nur im Angriff weiterhelfen", meint Ratka. Das Problem: Dennis Sczcesny war bislang bei fast jedem Auftritt "Rot"-gefährdet, zum Teil, weil er zu ungeschickt, zum Teil, weil er zu ungestüm zur Sache geht. "Er muss jetzt noch schneller lernen, sich zu beherrschen", fordert Ratka von dem polnischen Junioren-Nationalspieler, der allerdings kein Wort Polnisch spricht.

Gewinnen möchte der DHC-Trainer die Partie heute Abend trotzdem, auch wenn er sagt: "Das ist ein Derby, und in dem gibt es keine Favoriten. Das wird ein Spiel auf Augenhöhe." Kollege Maik Handschke, der mit dem TuSEM noch keinen Auswärtspunkt eingefahren hat (24:27 in Saarlouis, 29:31 in Korschenbroich), spricht hingegen vom "bisher schwersten Spiel, das wir vor der Brust haben. Nur mit viel Geduld und einer geschlossenen Teamleistung können wir aus Dormagen Punkte entführen." Damit das nicht passiert, setzt Ratka auf "unser gesundes Selbstvertrauen" – und die nötige Unterstützung von den Rängen.

(NGZ)