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Tsv Bayer Dormagen: "Nicht immer als Außenseiter wohlfühlen"

Tsv Bayer Dormagen : "Nicht immer als Außenseiter wohlfühlen"

Auch gegen Coburg sind die Dormagener Handballer kein Favorit. Trotzdem fordert Trainer Jörg Bohrmann mehr Selbstbewusstsein.

Es ist ein Duell der Aufsteiger, das morgen um 19 Uhr im TSV-Bayer-Sportcenter angepfiffen wird. Trotzdem sind vor dem Aufeinandertreffen zwischen dem TSV Bayer Dormagen (18.) und dem HSC 2000 Coburg (8.) die Rollen auf dem Papier klar verteilt: "Coburg ist kein klassischer Aufsteiger", sagt Mannschaftskapitän Dennis Marquardt im aktuellen "Tribünentalk" des Zweitliga-Neulings.

Sein Trainer stimmt ihm da ihm Grundsatz zu. "Die verfügen über hochqualifiziertes Personal", urteilt Jörg Bohrmann über den Kader seines bis vor einem halben Jahr auch als Co-Trainer von Martin Heuberger für die Nationalmannschaft zuständigen Kollegen Jan Gorr und denkt dabei an Spieler wie die aus Leipzig nach Coburg gewechselten Matthias Gerlich und Till Riehn, den vor dieser Saison aus Balingen gekommenen Florian Billek oder an den schon 37 Jahre alten Tschechen Jiri Vitek, der bis 2013 beim Bergischen HC unter Vertrag stand.

Der achte Platz, den die Oberfranken nach fünf Siegen und drei Niederlagen (zuletzt 24:25 gegen VfL BadSchwartau) in der aktuellen Tabelle einnehmen, sei deshalb auch kein Zufall. "Das entspricht deren Leistungsvermögen und Zielsetzung", sagt Bohrmann. Woraus sich für ihn die Standortbestimmung seines eigenen Teams ableitet: "Wir sind auch in diesem Spiel der Außenseiter." Das, findet der gerade 46 Jahre alt gewordene, ehemalige Bundesliga-Profi, dürfe seine Schützlinge aber nicht dazu verleiten, "sich immer in dieser Rolle wohl zu fühlen. Wir müssen auch mal hingehen und sagen: Wir gewinnen so ein Spiel."

Das um so mehr, als der Spielplan ihnen mit der morgigen Begegnung, der folgenden Pokalpartie gegen Erstligist HBW Balingen-Weilstetten (Mittwoch, 19.30 Uhr), dem Gastspiel bei Erstliga-Absteiger TV Emsdetten (25. Oktober, 19 Uhr) und der Partie gegen Coburg-Bezwinger VfL Bad Schwartau (5. November, 19.30 Uhr) gleich vier solcher Auseinandersetzungen in Folge beschert. Von der physischen Belastung mit vier Pflichtspielen in 19 Tagen gar nicht zu reden: "Das macht die Sache nicht einfacher", stellt Bohrmann nüchtern fest.

Um so wertvoller könnte ein Erfolgserlebnis sein - möglichst eines, das sich auch in der Tabelle niederschlägt: "Wir dürfen uns nicht damit zufrieden geben, immer nur gut mitzuhalten", sagt der Trainer. Mit den Siegen in Henstedt-Ulzburg und über Hüttenberg sei der Neuling zwar nach acht Spieltagen durchaus im Soll. "Aber das waren Mannschaften auf unserer Wellenlänge. Wir müssen jetzt auch mal eine Überraschung schaffen - das Zeug dazu haben wir", findet Bohrmann. Das um so mehr, als ihm bis auf den erst im November wieder einsatzfähigen Sebastian Damm morgen erstmals seit Wochen sein (fast) kompletter Kader zur Verfügung steht.

Karten für die morgige Partie (bis Samstagnachmittag) sowie für das Pokalspiel gegen HBW Balingen-Weilstetten gibt es im Vorverkauf in der Dormagener City-Buchhandlung (Kölner Straße), die Abendkasse öffnet um 17.30 Uhr.

(NGZ)