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Tsv Bayer Dormagen: Mini-Kader schlägt sich achtbar

Tsv Bayer Dormagen : Mini-Kader schlägt sich achtbar

Obwohl drei Spieler aus der Stammformation fehlten und sich Markus Breuer früh verletzte, ging der TSV Bayer beim 30:34 in Wilhelmshaven nicht unter.

Eigentlich sind Trainer nach Niederlagen nie zufrieden. Bei Jörg Bohrmann war das am Samstagabend anders: "Das war eine richtig starke Leistung. Alle haben 60 Minuten gefightet und dafür auch großes Lob vom Gegner erhalten", sagte der Trainer des TSV Bayer Dormagen nach der 30:34-Niederlage (17:19) des Handball-Drittligisten beim Wilhelmshavener HV, der damit seine Serie auf nun 17:1 Punkte in Folge ausbaute.

Für Bohrmann steht deshalb einen Spieltag vor Ende der Hinrunde fest: "Der Titel geht nur über den WHV. Das, was Wilhelmshaven zeigt, ist für mich der schönste Handball der Liga. Da kann auch ein Leichlinger TV nicht mithalten." Gegen diesen Handball hielten die Dormagener vor 1400 Zuschauern in der Nordfrost-Arena über weite Strecken gut mit.

Und das, obwohl Bohrmann wenige Minuten nach dem Anpfiff nur noch elf Spieler zur Verfügung standen, nachdem der mit zwei Treffern gut in die Partie gestartete Linksaußen Markus Breuer mit Verdacht auf Bänderriss im Fuß ausschied. Der TSV-Trainer hatte ohnehin auf drei Spieler seiner Stammformation verzichten müssen: Nach Kreisläufer Moritz Preuss (Schulter) musste auch Frederic Rudloff (Oberschenkel) passen. Und Dennis Marquardt hatte die Reise nach Wilhelmshaven nicht mitgemacht, weil seine Frau ihr erstes Kind erwartet. Von den verbliebenen Akteuren "sind acht Spieler 17 oder Jahre alt. Für die ist das doch ein Erlebnis, hier spielen zu dürfen," meinte Bohrmann und stellte besonders der in den voraufgegangenen Partien nicht immer sattelfesten Abwehr ein gutes Zeugnis aus: "Wenn man bedenkt, dass wir aufgrund unserer personellen Situation einen neuen Innenblock stellen mussten, dann bin ich mit der Leistung unserer Abwehr sehr zufrieden."

Sonderlob gab es für den erst 17 Jahre alten Patrick Hüter, der in seinem zweiten Drittliga-Spiel gemeinsam mit Alexander Kübler den verletzten Jugend-Europameister Moritz Preuss am Kreis vertrat und sein erstes Tor erzielte. Erfolgreichster Werfer (13/4) war jedoch einmal mehr Simon Ernst, was WHV-Spielertrainer Christian Köhrmann zu dem Lob veranlasste: "Der spielt eine richtig starke Saison." Überhaupt suchten sich beide Trainer im Lob des Gegners zu übertreffen: "Dormagen ist schon sehr weit, was nur am Trainer liegen kann", befand Köhrmann.

Dessen Schützlinge sich in den ersten acht Minuten des zweiten Durchgangs entscheidend absetzten: Hatte Tobias Plaz kurz nach der Pause noch auf 18:19 verkürzt, zogen die Hausherren anschließend auf 26:19 weg und gaben diesen Vorsprung nicht mehr aus der Hand, auch wenn der TSV noch einmal bis auf 25:28 herankam. Weniger zuversichtlich blickt Bohrmann dagegen auf den Hinrundenabschluss am kommenden Samstag (15., 19 Uhr) gegen den VfL Edewecht: "Bei Varel und Edewecht geht es nur um reines Vernichten des Gegenspielers. Mir graut es schon vor dem Spiel."

(-vk)