DHC Rheinland: Kommentar: Spieler brauchen eindeutige Signale

DHC Rheinland : Kommentar: Spieler brauchen eindeutige Signale

Wohl selten hat ein Absteiger so viele Sympathie- und Respektbekundungen erhalten wie der DHC Rheinland. Dass die nachträgliche Lizenzerteilung für die Zweite Liga "im Interesse der restlichen Handballwelt in Deutschland" sein dürfte, "ist Dormagen doch traditionell ein guter Ausbildungsstandort für Jugendliche und deutsche Nachholspieler" war in Wetzlar schon vor Anpfiff im Hallenheft zu lesen. Und mit ihrem Auftreten verdienten sich die Dormagener auch in der Rittal-Arena Anerkennung.

Doch was nützt das alles, wenn niemand in Dormagen weiß, wie es weitergeht. Eine Zukunft in der Zweiten Liga macht nämlich nur dann Sinn, wenn nicht nur die finanziellen, sondern auch die strukturellen Voraussetzungen stimmen. Und dazu gehört, neben allem anderen, auch eine Mannschaft, mit der sich die Fans weiterhin identifizieren können. Sie haben sogar förmlich ein Recht darauf, schließlich waren sie es, die überhaupt erst dafür gesorgt haben, dass sich plötzlich Leute für die Rettung des DHC engagierten, die sich noch nie um Handball gekümmert oder das Kapitel bereits abgeschlossen hatten.

Die Spieler tun ein Übriges dazu, sieht es doch so aus, als ob zumindest ein Teil von ihnen Interesse hätte, in der Zweiten Liga im DHC-Trikot weiterzumachen. Nur brauchen sie dafür wenn schon keine Klarheit — die kann es erst nach dem offiziellen Abschluss des Insolvenzverfahrens geben — so doch wenigstens eindeutige Signale, ob mit ihnen geplant wird oder nicht. Steht der DHC am 10. Juni wirtschaftlich gesund und mit Lizenz, aber ohne einen (bisherigen) Spieler da, waren nämlich alle Anstrengungen für die Katz'. Eine Legionärstruppe kann man dann zwar immer noch aus dem Ärmel schütteln — doch sie ist das Letzte, was die DHC-Fans sehen wollen.

(NGZ)
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