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TSV Bayer Dormagen: Jörg Bohrmann hat kaum noch Wechselmöglichkeiten

TSV Bayer Dormagen : Jörg Bohrmann hat kaum noch Wechselmöglichkeiten

Handball: Zum morgigen Gastspiel bei der SG Schalksmühle-Halver reist der TSV Bayer Dormagen nur noch mit neun Feldspielern an.

Am Mittwochabend herrschte viel Platz auf dem Parkett des TSV-Bayer-Sportcenters. Denn am Training von Handball-Drittligist TSV Bayer Dormagen nahmen nur zwei Torhüter und acht Feldspieler teil.

Nicht viel besser sieht es mit Blick auf das morgige Gastspiel bei Aufsteiger SG Schalksmühle-Halver (19.30 Uhr, Sporthalle Löh) aus. "Ich plane mit neun Feldspielern", sagt Trainer Jörg Bohrmann achselzuckend, "so langsam habe ich mich an den Zustand gewöhnt." Simon Ernst (Meniskus-OP) und der seit Saisonbeginn fehlende Sebastian Damm (Schulter-OP) fallen bis Ende des Jahres aus . Das wird wohl auch Peter Strosack, dessen Herzmuskelentzündung weitere Untersuchungen nötig macht. Und der Muskelfaserriss von Dennis Marquardt lässt einen Einsatz am Samstag noch nicht zu.

Zu allem Überfluss meldeten sich vor der Trainingseinheit am Mittwoch der gerade erst wieder in den Spielbetrieb eingestiegene Moritz Preuss mit Knochenhautentzündung am Schienbein und nach seinem glänzenden Debüt am Sonntag gegen Wilhelmshaven auch Pascal Blos mit Rückenbeschwerden ab. Und der wie Blos aus der A-Jugend in den Drittliga-Kader beförderte Florian Feindt muss in der gleichfalls in Personalnöten steckenden Zweitvertretung aushelfen.

Trotzdem sagt Bohrmann: "Wenn wir weiter oben dabei bleiben wollen, sollten wir in Schalksmühle punkten." Denn weil sich heute Abend der Tabellendritte Eintracht Hagen (18:6 Punkte) und Spitzenreiter TuS Ferndorf (22:2) im direkten Duell gegenüberstehen, könnten die Dormagener (19:5), einen eigenen Sieg vorausgesetzt, entweder den Rückstand auf die Tabellenspitze verringern oder mehr Distanz zwischen sich und den "Rest" des Feldes bringen. Allerdings ist sich Bohrmann auch darüber im Klaren, "dass das nicht einfach wird. Schalksmühle ist ein ganz starker Aufsteiger, und weil die mit 10:14 Punkten im Soll sind, können die gegen uns ohne Druck aufspielen."

Ein Wiedersehen gibt es dabei mit zwei Ex-Dormagenern: Maciej Dmytruszynski, zu Zweit- und Erstligazeiten als Abwehrrecke im Aufgebot, wechselte vor Saisonbeginn aus Hagen nach Schalksmühle, wo auch der in der vergangenen Saison noch beim TSV zwischen den Torpfosten stehende Dominik Formella anheuerte. "Der hat dort nahtlos an seine starken Leistungen der Rückrunde bei uns angeknüpft", sagt Bohrmann, "von den Quoten her zählt Dominik zu den stärksten Torhütern der Liga."

(NGZ)