DHC Rheinland: Ins Finale mit letztem Aufgebot

DHC Rheinland : Ins Finale mit letztem Aufgebot

Weil die Bundesligaprofis im Falle einer Verletzung um ihren Versicherungsschutz fürchten, hat der DHC Rheinland gestern das Training eingestellt. Zum letzten Saisonspiel morgen Abend gegen die SG Bietigheim wird eine Mischung aus Oberliga- und Jugendspielern auflaufen

Es sollte ein emotionaler Abschied von der Bundesliga werden. Jetzt können sich die Dormagener Handballfans morgen Abend schon einmal auf das einstellen, was sie zukünftig im TSV-Sportcenter erwartet. Denn zum letzten Meisterschaftsspiel der Zweiten Liga gegen die SG Bietigheim wird der DHC Rheinland morgen um 19.30 Uhr mit einer Mischung aus Oberliga- und Jugendspielern antreten.

"Ich hätte mir auch ein schöneres Ende gewünscht", sagt Trainer Richard Ratka. Doch die Mehrzahl seiner Schützlinge fürchtet, im – angesichts des bisherigen Saisonverlaufs nicht gerade unwahrscheinlichen – Falle einer Verletzung keinen ausreichenden Versicherungsschutz zu genießen. Denn "Bemessungsgrundlage für die Fortzahlung im Krankheits- oder Verletzungsfall ist das letzte Monatsgehalt", weiß Ratka. Und auf das hatten er und – bis auf zwei – seine Spieler zu großen Teilen verzichtet, damit der Spielbetrieb im laufenden Insolvenzverfahren überhaupt aufrecht erhalten werden konnte. Die für die Gehaltsfortzahlung zuständige Berufsgenossenschaft (BG), so der Trainer, teile im Übrigen die Bedenken seiner Schützlinge.

Die absolvierten deshalb gestern Abend ihr letztes Training und werden morgen nur auf der Tribüne sitzen. Auf dem Parkett werden sie von einer Mischung aus Oberliga-Spielern der U 23 und der in der Bundesliga spielenden A-Jugend des TSV Bayer Dormagen vertreten. Aus dem – erweiterten – Zweitligakader sind nur Dennis Szczesny, Simon Ernst, Michiel Lochtenbergh und Torhüter Mathias Jan Broy mit von der Partie. Daniel Mestrum und Max-Henri Herrmann hätten zwar spielen können, stehen aber morgen nicht zu Verfügung: Mestrum ist auf Kursfahrt, der französische Jugend-Nationaltorhüter ist bereits bei seinem neuen Arbeitgeber HSV Hamburg ins Training eingestiegen. "Ich habe volles Verständnis für die Entscheidung der Jungs", sagt Ratka, der gleichwohl morgen Abend auf der Bank sitzen wird: "Da kann mir ja nix passieren."

Info Karten in der City-Buchhandlung, Kölner Straße, und an der Abendkasse

(NGZ)