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Tsv Bayer Dormagen: In Varel steigt das Duell der Enttäuschten

Tsv Bayer Dormagen : In Varel steigt das Duell der Enttäuschten

Handball: HSG Varel und TSV Bayer Dormagen hatten sich den Drittliga-Start anders vorgestellt.

Es ist ein Duell der Enttäuschten, das morgen um 19.30 Uhr in der Manfred-Schmidt-Sporthalle im Vareler Ortsteil Altjührden angepfiffen wird. Denn sowohl die HSG Varel-Friesland als auch die Gäste vom TSV Bayer Dormagen hatten sich den Start in die Drittliga-Saison anders vorgestellt.

Während die Dormagener mit dem 31:40 gegen Zweitliga-Absteiger TuS Ferndorf "eine auch in dieser Höhe verdiente Niederlage" (Trainer Jörg Bohrmann) hinnehmen mussten, kam die HSG beim vermeintlichen Abstiegskandidaten ART Düsseldorf mit 23:31 nicht weniger deutlich und überraschend unter die Räder.

"Die werden jetzt zu Hause, wo sie ohnehin bärenstark sind, besonders motiviert sein", vermutet Bohrmann. Was auf seine jungen Schützlinge jedoch in gleichem Maße zutrifft: "Natürlich waren alle ein bisschen enttäuscht, aber die Mannschaft hat unglaublich konzentriert und seriös trainiert in dieser Woche", sagt der TSV-Trainer. Die Marschroute für morgen Abend ist klar: "Wir dürfen nicht so viele individuelle Fehler machen wie gegen Ferndorf", fordert Bohrmann.

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Was nicht so einfach werden dürfte, denn Prunkstück der Handball-Spielgemeinschaft vom Jadebusen ist ihre auch mal rustikal zupackende Abwehr vor dem starken Andre Seefeld zwischen den Torpfosten. "Außerdem ist das eine sehr erfahrene Mannschaft", weiß Jörg Bohrmann. Alles Komponenten, die den Dormagenern und ihrer Art Handball zu spielen nicht unbedingt liegen.

Punkte hat Bohrmann denn auch nicht von vorneherein einkalkuliert vom zusammen mit der Fahrt nach Wilhelmshaven weitesten "Ausflug" der Saison: "Viel wichtiger ist, dass wir uns stabilisieren, dass die Mannschaft zeigt, dass sie etwas aus dem Spiel gegen Ferndorf gelernt hat." Sollten trotzdem ein oder zwei Zähler herausspringen, wäre das in seinen Augen um so besser: "Dann wären wir im Soll. Und das wäre auch gut für das Selbstvertrauen im Hinblick auf die kommenden Aufgaben." Verzichten muss er bei diesem Unterfangen neben den Langzeitverletzten Moritz Preuss und Sebastian Damm auf den beruflich verhinderten Frederic Rudloff.

Für einen Dormagener Spieler dürfte die morgige Partie eine besondere sein: Janik Köhler stammt aus der Jugend der HSG Varel, bevor der 24-Jährige über die Stationen Wilhelmshavener HV und VfL Edewecht jetzt in Dormagen anheuerte. "Ich bin in Varel aufgewachsen und habe dort noch viele Freunde", sagt der Mittelmann und hat auch das richtige Rezept für seine Nebenleute parat: Wir müssen selbstbewusst auf´s Spielfeld gehen, dann nehmen wir auch die beiden Punkte mit."

(NGZ)