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DHC Rheinland: "Ich habe einige graue Haare bekommen"

DHC Rheinland : "Ich habe einige graue Haare bekommen"

Knapp zwei Wochen bis zum ersten Pflichtspiel hat Richard Ratka noch Zeit, um den neu formierten Kader des DHC Rheinland auf die Herausforderungen in der Zweiten Liga vorzubereiten. Die NGZ sprach mit dem neuen Trainer über den aktuellen Stand.

Herr Ratka, zwei Drittel der Vorbereitungszeit liegt hinter Ihnen. Wie ist es Ihnen bisher ergangen?

Richard Ratka Ich habe einige graue Haare bekommen, aber davon hatte ich ja auch vorher schon reichlich. Nein, im Ernst, wir haben dreieinhalb harte Wochen hinter uns, und das meine ich nicht nur körperlich. Wir sind ja dabei, hier etwas vollkommen Neues zu schaffen, wobei uns jegliche Grundlagen fehlen. Das hatte ich am Anfang vielleicht etwas unterschätzt.

Wie meinen Sie das?

Ratka Wir müssen uns alles neu erarbeiten, was ein Handballspiel ausmacht, können dabei nicht auf bestehende Spielzüge und Strukturen zurückgreifen. Und ein solcher Prozess dauert halt seine Zeit, ich denke, mindestens vier Monate.

Klingt nicht unbedingt optimistisch, was die in Kürze beginnende Saison angeht.

Ratka Mit Pessimismus hat das nichts zu tun. Damit eins klar ist: Wir haben eine gute Mannschaft, wir haben sehr veranlagte Spieler. Und die Jungs ziehen alle voll mit, da gibt es überhaupt nichts zu meckern. Aber auf was wir uns eingelassen haben, ist ein ganz hartes Stück Arbeit, bis wir da sind, wo wir hinwollen. Und selbst wenn wir nicht diese acht Punkte Abzug hätten, ginge es für uns in dieser Liga erst einmal nur ums Überleben.

Was stimmt Sie zuversichtlich, dass Sie es schaffen?

Ratka Dass die Jungs wie gesagt sehr gut mitziehen, dass sie alle gut miteinander klar kommen. Es macht Spaß, mit dieser Mannschaft zu arbeiten, zu sehen, was sich da entwickelt. Das Testspiel gegen Dunkerque war schon ein deutlicher Schritt nach vorn im Vergleich zu den bisherigen Spielen, das zeigt, dass diese Mannschaft entwicklungsfähig ist. Sie braucht einfach ihre Zeit, schließlich haben wir ein paar ganz junge Spieler dabei. Und andere müssen sich erst an ihre neue Rolle gewöhnen, Bartosz Konitz zum Beispiel — der ist ja in den letzten Jahren immer nur kurz eingewechselt worden. Jetzt muss er Verantwortung übernehmen. Das alles sind spannende, aber eben auch zeitraubende Prozesse.

Volker Koch führte das Gespräch

(NGZ)