TSV Bayer Dormagen: Heiner Brand sieht einen Dormagener Sieg

TSV Bayer Dormagen : Heiner Brand sieht einen Dormagener Sieg

Handball-Drittligist TSV Bayer Dormagen hat den zweiten Auswärtscoup in Folge gelandet – und das vor den Augen eines prominenten Zuschauers.

Handball-Drittligist TSV Bayer Dormagen hat den zweiten Auswärtscoup in Folge gelandet — und das vor den Augen eines prominenten Zuschauers.

Heiner Brand, früherer Bundestrainer und jetziger Manager des Deutschen Handball-Bundes (DHB), wurde am SonntagNachmittag Augenzeuge des Dormagener 29:27-Sieges (Halbzeit 15:14) beim VfL Gummersbach II.

Wenn Brand in die Eugen-Haas-Halle gekommen war, um die beiden Jugend-Europameister auf Seiten der Gäste in Augenschein zu nehmen, hatte sich sein Kommen gelohnt: Simon Ernst machte trotz Manndeckung durch Marc Erlinghagen und später Tobias Schroeter ein starkes Spiel und war mit 11/2 Toren auch erfolgreichster Werfer auf Seiten der Dormagener. Und Moritz Preuss (4 Treffer) wirbelte die Gummersbacher Abwehr am Kreis gehörig durcheinander.

Insgesamt entwickelte sich vor 150 Zuschauern, darunter mehr als die Hälfte aus Dormagen, eine Partie mit vielen Fehlern. "Gefühlte 30 Fehlwürfe" hatte TSV-Trainer Jörg Bohrmann auf Seiten seiner Schützlinge gesehen, allein fünf Mal scheiterte der TSV vom Siebenmeterpunkt. Darunter auch Markus Breuer acht Sekunden vor Schluss, doch den vom überragenden Gummersbacher Torhüter Lucas Puhl abgewehrten Ball setzte der Dormagener Linksaußen im Nachwurf zum Endstand von 31:29 in die Maschen.

Die Gastgeber, die schon 26:24 (46.) und 28:27 (55.) geführt hatten, machten es allerdings nicht viel besser, vergaben sie doch ebenfalls fünf Strafwürfe. Bohrmann griff über weite Strecken des Spiels zu seiner am Mittwoch bei der Pokalniederlage in Erlangen erprobten Taktik zurück, die Manndeckung gegen Simon Ernst durch die Einwechslung eines siebten Feldspielers auszuhebeln.

Auch wenn die Gummersbacher zwei Mal ins leere Dormagener Tor trafen, darunter zum scheinbar vorentscheidenden 26:24 durch David Wiencek (46.), ging die Taktik weitgehend auf. Dennoch war Bohrmann nur bedingt zufrieden: "Wir müssen unbedingt an einer besseren Chancenverwertung arbeiten", lautete sein Fazit.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Heiner Brand

(NGZ/url)
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