TSV Bayer Dormagen: Handball: TSV bei "bärenstarkem Neuling"

TSV Bayer Dormagen : Handball: TSV bei "bärenstarkem Neuling"

Von der Euphorie nach dem 36:23-Auftaktsieg über Adler Königshof ist nicht mehr allzu viel übrig geblieben bei den Drittliga-Handballern des TSV Bayer Dormagen. Die 26:33-Klatsche in Wermelskirchen, mehr noch die vermeidbare 28:29-Heimniederlage im Lokalduell mit dem TV Korschenbroich haben für Ernüchterung gesorgt beim "Projekt III. Liga".

Kein Wunder, dass Jörg Bohrmann mit Blick auf nun folgenden zwei Auswärtsspiele heute (19.30 Uhr, Riesener Sporthalle an der Schützenstraße) beim VfL Gladbeck und am 30. September (17 Uhr, Eugen-Haas-Halle) beim VfL Gummersbach II feststellt: "Zwei Punkte täten uns schon gut, damit wir nicht gleich mit dem Rücken zur Wand stehen."

Doch im Vorbeigehen, darüber ist sich der Trainer im Klaren, werden seine Schützlinge die nicht einfahren. Schon gar nicht heute: "Gladbeck ist ein bärenstarker Aufsteiger, die haben sich bislang richtig gut verkauft", urteilt Bohrmann über den Neuling, der die Oberliga Westfalen klar dominierte und auch in seinen bisherigen drei Drittliga-Partien einen guten Eindruck hinterließ: In Gummersbach glückte zum Start ein 29:27-Sieg, gegen Edewecht (29:33) und in Wilhelmshaben (31:33) hielten die Schützlinge von Trainer Holger Krimphove über weite Strecken mit.

Imponiert hat Bohrmann dabei vor allem der "wurfgewaltige" Gladbecker Rückraum. Daraus leitet er die taktische Marschroute für die heutige Partie ab: "Wir müssen gut verteidigen und aus der zweiten Welle heraus einfache Tore machen." Dass das gegen Korschenbroich vor allem bis zum deprimierenden 10:18-Pausenstand nicht funktionierte, führt er auf einen Tatbestand zurück, den er auch mit knapp einer Woche Abstand immer noch als "sehr ärgerlich" empfindet: "Gerade die erfahrenen Spieler haben zu viele Fehler gemacht." Darüber sei am Montag im ersten Training gesprochen worden, damit sei das Thema erst einmal abgehakt, sagt der Trainer: "Es bringt ja nichts, jetzt zu viel Druck zu machen." Erschwert wurde die Vorbereitung dadurch, dass Spielmacher Simon Ernst erst heute von einer Studienfahrt zurückkehrt.

(NGZ/rl)