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TSV Bayer Dormagen: Handball: Roland Mainka feiert starkes Comeback

TSV Bayer Dormagen : Handball: Roland Mainka feiert starkes Comeback

Meist sind es junge Spieler, die Jörg Bohrmann aus seiner Wundertüte zieht. Am Freitagabend war es einer, der in drei Wochen 28 Jahre alt wird und damit schon zu den Senioren im inzwischen 26 Namen umfassenden Aufgebot des Dormagener Trainers gehört.

Sein Einstand im Drittliga-Team des TSV Bayer war trotzdem erstaunlich. Denn Roland Mainka, der beim 27:24-Sieg in Hagen (die NGZ berichtete) mit 17 gehaltenen Bällen glänzte, darunter zwei Siebenmetern von Marius Kraus, dem Top-Torjäger der Dritten Liga West, hatte bis vor wenigen Wochen niemand mehr auf der Rechnung im Dormagener Handball-Lager.

Dabei ist der Diplom-Wirtschaftsinformatiker ein echtes Eigengewächs des TSV Bayer. Seit der E-Jugend trug er dessen Trikot, schaffte 2005 sogar den Sprung in den damaligen Zweitliga-Kader von Kai Wandschneider. Sein Debüt beim 34:29-Sieg über die TSG Groß-Bieberau am 23. April ging in die Dormagener Handball-Geschichte ein: Seit dem Karriereende von Klaus Dyllong zehn Jahre zuvor war Mainka wieder der erste gebürtige Dormagener in einem Bundesliga-Team des TSV Bayer.

So richtig durchsetzen konnte sich der Zwei-Meter-Mann in seiner Heimat aber nie. Deshalb folgten Lehr- und Wanderjahre mit den Stationen TV Korschenbroich (2008), Bergische Panther (2009) und TuS Wermelskirchen (2010 bis 2012) und zuletzt ein halbes Jahr Auslandsstudium im schwedischen Lund.

Als er Anfang des Jahres bei Jörg Bohrmann anklopfte, wollte sich Roland Mainka nach einer Ellbogenverletzung eigentlich bei seinem Stammverein nur fit halten. In Hagen wurde er zum Matchwinner und verhalf dem TSV zum siebten Sieg in diesem Jahr (von denen der gegen seinen Ex-Klub TuS Wermelskirchen nach dessen Rückzug allerdings aus der Tabelle gestrichen wurde).

Damit bleiben die Dormagener erster Verfolger von Spitzenreiter Leichlinger TV — zusammen mit dem punktgleichen Wilhelmshavener HV, der sich im Nordderby mit 27:25 gegen die HSG Varel durchsetzte. Die sind der nächste Gegner des TSV — am Samstag (19.30 Uhr) in der altehrwürdigen Manfred-Schmidt-Sporthalle in Altjührden, in der die Dormagener vor genau 30 Jahren den ersten Aufstieg in die Zweite Liga perfekt machten. Doch das ist eine andere Geschichte.

(NGZ)