DHC Rheinland: Handball: DHC steht vor "interessantem Test"

DHC Rheinland : Handball: DHC steht vor "interessantem Test"

Beim TV Emsdetten beschwören sie die Vergangenheit: "Nun ist das Team und auch die Fans gefordert, denn gegen den DHC Rheinland hat man noch eine Rechnung aufgrund der Relegation offen", heißt es auf der Internetseite des Handball-Zweitligisten mit Blick auf den morgigen Abend, wenn der DHC Rheinland um 19.15 Uhr in der Dettener Ems-Halle aufläuft.

Während das Trauma der verlorenen Relegation offenbar Nachwirkungen hat bei den Gastgebern, gehen die Dormagener sehr gelassen damit um: "Für uns und bei uns ist das kein Thema", sagt Trainer Richard Ratka. Kein Wunder, denn außer Michiel Lochtenbergh ist von den zehn Akteuren, die vor anderthalb Jahren mit einem 27:23-Heimsieg und einer 26:29-Niederlage den Verbleib in der Bundesliga erkämpften für den TSV Dormagen, morgen nur noch einer dabei: Vitali Feshchanka — doch der steht jetzt zwischen den gegnerischen Torpfosten. Ansonsten sind aus dem TVE-Aufgebot, das damals Vizemeister der zweiten Liga Nord geworden war, morgen auch nur noch vier Spieler mit von der Partie: Torhüter Nils Babin, die Kreisläufer Stefan Thünemann und Patrik Kvalvik sowie Torjäger Elvir Selmanovic.

Den Rest haben die Emsländer nach dem verpassten Sprung in die Erstklassigkeit ausgetauscht — und dabei eine Truppe zusammengestellt, "die für mich zu den besten der Liga gehört. Die haben trotz des leichten Fehlstarts das Zeug, um den Aufstieg mitzuspielen", sagt Ratka. Insofern sieht er die Partie als "sehr interessanten Test" für die neben dem TV Neuhausen (hat ein Spiel weniger ausgetragen) als einzigen Zweitligisten noch ungeschlagenen Dormagener an.

Damit das so bleibt, sei allerdings "gegenüber den letzten Partien eine Leistungssteigerung notwendig", das hat Ratka seinen Schützlingen unter der Woche klar gemacht: "So eine erste Halbzeit wie gegen Erlangen dürfen wir uns nicht erlauben." Da habe die DHC-Deckung nicht konsequent genug gestanden, sei auf der anderen Seite der Abschluss nicht konzentriert genug gewesen — "Dinge, die wir uns in Emsdetten nicht leisten können", ist der neue Mann auf der Trainerbank überzeugt.

Wichtig aus seiner Sicht: "Dass wir gut 'reinfinden in die Partie." Denn die Hausherren "werden gleich zur Sache gehen. Eine weitere Heimniederlage können sie sich nicht leisten, wenn sie ihr Saisonziel nicht gefährden wollen." Bei diesem Unterfangen könnte allein der mit einer leichten Grippe erkrankte Ondrej Zrdrahala fehlen. Dass der tschechische Nationalspieler bislang nur wenig Spielanteile erhält, führt Ratka auf sein verletzungsbedingtes Fehlen in der "wichtigsten Phase der Vorbereitung" zurück: "Dadurch fehlt die Sicherheit in den Angriffsaktionen, wenn er auf der Platte steht." Dass der 28-Jährige deswegen unzufrieden werden könnte, fürchtet der Trainer nicht: "Wir werden ihn bestimmt noch brauchen."

(NGZ)
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