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DHC Rheinland: Handball: DHC-Sieg war "Balsam für die Seelen"

DHC Rheinland : Handball: DHC-Sieg war "Balsam für die Seelen"

Kai Wandschneider war auch am Tag nach dem ersten Heimsieg der Saison die Erleichterung deutlich anzumerken: "Gewollt haben die Jungs schon immer, jetzt haben sie auch bewiesen, dass sie es können", meinte der Trainer des DHC Rheinland rückblickend auf den 25:24-Sieg des Handball-Bundesligisten über den TuS N-Lübbecke, der sich daraufhin von der heimischen Presse das Etikett "Lachnummer der Liga" (Neue Westfälische) verpassen lassen musste.

Ganz anders die Stimmung in Dormagen: "Das war Balsam für die Seelen aller, die mit Handball beim DHC zu tun haben", sagte Wandschneider, dem vier Tage zuvor die Pfiffe nach der 23:27-Niederlage gegen Hannover-Burgdorf arg zugesetzt hatten. Wobei er zugibt: "Wir hatten auch das Glück, das uns in Balingen und gegen Wetzlar gefehlt hat. Gestern gab er seinen Schützlingen trainingsfrei, allerdings nicht aus dem Überschwang der Glücksgefühle heraus: "Wir wollten uns eigentlich zum Lauftraining treffen, aber das ist bei den derzeitigen Witterungsverhältnissen zu gefährlich." Schließlich muss er beim morgigen Gastspiel in Kiel (20.15 Uhr, Ostseehalle) ohnehin schon auf Kristian Nippes verzichten.

Der Linkshänder saß gegen Lübbecke wegen eines Muskelfaserrisses auf der Tribüne. Für ihn sprang Hannes Lindt in die Bresche, mit fünf Treffern bester Feldtorschütze des DHC Rheinland. Gegen Hannover hatte der 24-Jährige noch zwei Mal mehr getroffen, aber auch viele Fehler produziert. Deshalb ließ ihn Wandschneider in der Schlussphase auf der Bank und spielte mit Arni Thor Sigtryggson im rechten Rückraum: "Hannes hat Trainingsrückstand, er braucht noch eine Menge Zeit, bis er sich an das Belastungsniveau der Ersten Liga gewöhnt hat", meint Wandschneider. Der als siegbringend die Phase ab der 43. Minute ansah, als seine Schützlinge die zweimalige Gästeführung (18:17, 19:18) wieder in einen 22:19-Vorsprung (52.) verwandelten: "Gegen Wetzlar und Hannover haben wir bei ähnlichem Verlauf resigniert, diesmal hat die Mannschaft sich selbst überwunden."

(dhk)