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DHC Rheinland: Flensburg kennt keine Gnade

DHC Rheinland : Flensburg kennt keine Gnade

Nach zwei couragierten Vorstellungen in Berlin und gegen Melsungen war Mittwochabend die Luft 'raus bei Handball-Bundesligist Dormagener HC Rheinland. Bei der SG Flensburg-Handewitt gab es die erwartet hohe Niederlage.

Flensburg Wunder gibt es halt nicht alle Tage, und schon gar nicht in der Handball-Bundesliga. Nur drei Tage nach dem 31:24-Sensationssieg über MT Melsungen wirkte Handball-Bundesligist Dormagener HC Rheinland Mittwochabend im Gastspiel bei der SG Flensburg-Handewitt ausgebrannt und verlor folgerichtig auch in dieser Höhe verdient mit 25:38 (13:18).

Dennoch hatte auch dieser Abend noch etwas Gutes aus Sicht des gebeutelten Kellerkindes. Das war erstens die Tatsache, dass sich bis zum Ende der Wechselfrist am Dienstag um 24 Uhr kein Spieler mehr abgemeldet hat beim Tabellenvorletzten, so dass zumindest was die quantitative Zusammensetzung des Kaders angeht, der Spielbetrieb fortgesetzt werden kann.

Das zweite Positive war das geglückte Bundesliga-Debüt von Johannes Clausing. Der 17-Jährige, der ansonsten in der A-Jugend und der U 23 des TSV Bayer Dormagen spielt, fügte sich mit drei Toren von Linksaußen bestens ein und zeigte auch sonst keinerlei Nervenflattern oder Respekt vor den großen Namen auf Seiten der Gastgeber, von denen Vize-Weltmeister Anders Eggert mit acht Toren sowie Torhüter Sören Rasmussen mit 16 Paraden Mittwochabend die auffälligsten waren.

Dritter Lichtblick auf Dormagener Seite war die ganz starke Vorstellung von Kentin Mahé, der nicht nur Regie führte, sondern mit acht Treffern der mit Abstand beste Rorschütze des DHC war. Für sein Rückhandtor zum 22:35 fünf Minuten vor dem Schlusspfiff erhielt er sogar Szenenapplaus der 6000 Zuschauer in der Flensburger Campushalle, die ansonsten einen aus ihrer Sicht geruhsamen Handball-Abend verlebten.

Denn entschieden war die Partie eigentlich schon nach acht Minuten. Da führten die Gastgeber bereits 6:1, weil sie bis dahin alle Dormagener Fehler gnadenlos ausgenutzt hatten – ein Schema, das sich praktisch bis zum Schlusspfiff fortsetzen sollte. Und Fehler produzierten die Schützlinge von Trainer Kai Wandschneider reichlich, vor allem dem am Sonntag noch so starken Neueinkauf Bartosz Konitz gelang aus dem gebundenen Spiel heraus gar nichts. Weil auch die Deckung nicht richtig zupackte, hatten die Flensburger leichtes Spiel, ihren Vorsprung kontinuierlich auszubauen. Zwar kam der DHC nach der Pause noch einmal auf 14:18 heran, doch acht Minuten später war der Vorsprung der Hausherren erstmals auf zehn Tore angewachsen. Wandschneider machte aus der Not eine Tugend und schickte mit Torhüter Daniel Schlingmann und Dennis Szczesny weitere Nachwuchsspieler aufs Feld. Sie werden noch viel lernen müssen.

(NGZ)