TSV Bayer Dormagen: Erst ein Sieg, dann Oktoberfest

TSV Bayer Dormagen : Erst ein Sieg, dann Oktoberfest

Gleich zwei Mal möchten die Drittliga-Handballer des TSV Bayer Dormagen morgen feiern: Erst einen Sieg über ART Düsseldorf, anschließend das Oktoberfest im Sportcenter. Doch Trainer Jörg Bohrmann warnt vor Leichtsinn

Jörg Bohrmann ist gewiss kein Kind von Traurigkeit. Doch an das Oktoberfest, das der TSV Bayer Dormagen und sein neuer Caterer Jorgos Flambouraris rund um das dritte Saison-Heimspiel morgen Abend — Anpfiff 19 Uhr — gegen den ART Düsseldorf im TSV-Bayer-Sportcenter planen, hat der Trainer des Handball-Drittligisten noch keinen Gedanken verschwendet: "Wir konzentrieren uns erst einmal auf unser Spiel", sagt der 43-Jährige.

Und das gleich aus zwei Gründen: Erstens "macht es doch mehr Spaß, zu feiern, wenn man vorher gewonnen hat", ist Bohrmann überzeugt. Und zweitens "wird das alles andere als einfach. Es soll sich bloß keiner vom Tabellenstand täuschen lassen."

Der weist zwar die Dormagener als Fünften (6:4 Punkte) und die Gäste als Vorletzten (15. mit 2:8 Zählern) aus. Doch Bohrmann ist sich sicher, dass das täuscht: "Die Düsseldorfer haben ein gutes Team. Die haben sich bloß noch nicht gefunden." Schließlich hat sein Kollege Benny Daser einen zwar jungen Kader — elf der 16 Akteure kommen aus dem eigenen Nachwuchs — aus dem jedoch einige Spieler herausragen.

Allen voran Torhüter Mathias Lenz (27), in Dormagen seit seinem Kurz-Engagement für den DHC Rheinland bestens bekannt. Doch auch Markus Neukirchen (23), Marc Pagalies (21), Marco Bauer (209 und Alexander Bechtel, der morgen 33 Jahre alt wird und damit der "Senior" im Team ist, durften bei der HSG Düsseldorf schon Zweitliga-Luft schnuppern. Hinzu kommen die starken Neuzugänge Henning Padeken (26) vom OHV Aurich und Patrick Ranftler (22), der aus Rheinhausen zurückkehrte.

Trotzdem haben die Düsseldorfer bislang Lehrgeld zahlen müssen. Erst ein Sieg (29:28 über VfL Gummersbach II) steht zu Buche, dafür aber drei Niederlagen mit zweistelliger Tordifferenz (23:36 in Altenhagen, 18:31 in Edewecht, 22:32 gegen Wilhelmshaven). Das letzte Spiel bei Eintracht Hagen (30:32) gestalteten die Landeshauptstädter hingegen schon wesentlicher knapper.

Bohrmann meint denn auch: "Das wird ein ganz enges Spiel, nicht nur, weil es ein Lokalderby ist." Wobei für seine Schützlinge spräche, "dass sie einen nie erlahmenden Kampfgeist" an den Tag legten: "Damit bügeln wir manche Schwäche aus", sagt der Trainer, "und damit haben wir auch die beiden Auswärtsspiele in Gladbeck und Gummersbach gewonnen."Heilsam sei in dieser Hinsicht die 28:29-Niederlage im vorangegangenen Heimspiel gegen den TV Korschenbroich gewesen: "Aus diesem Spiel haben wir viel gelernt."

Allerdings stand da nach dem Schlusspfiff auch kein Oktoberfest auf dem Programm. Neben dem entsprechenden kulinarischen Angebot mit Weißwurst, Leberkäse und Weißbier gibt es auch passende Musik. Und wer im Dirndl oder Trachtenjanker kommt, hat freien Eintritt.

(NGZ/rl)
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