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Tsv Bayer Dormagen: "Ein Platz unter den ersten Vier" ist neues Saisonziel

Tsv Bayer Dormagen : "Ein Platz unter den ersten Vier" ist neues Saisonziel

Handball-Drittligist TSV Bayer Dormagen erwartet morgen den OSC Rheinhausen zum Duell mit "alten Bekannten".

Dem Deutschen Handball-Bund droht in Sachen Zweitliga-Aufstieg ein Fiasko: Allein in der Dritten Liga Ost – Tabellenführer DJK Rimpar Wölfe hat sieben beziehungsweise neun Punkte Vorsprung vor den ebenfalls mit Aufstiegsambitionen in die Saison gegangenen HSC Bad Neustadt und HSC Coburg – scheint alles seinen geregelten Gang zu gehen.

Im Süden hingegen hat Spitzenreiter TSV Friedberg schon zum Ende der Hinrunde seinen Aufstiegsverzicht erklärt, der Tabellenzweite HBW Balingen II darf als Bundesliga-Reserve nicht nachrücken. Im Norden führt in Gestalt der Füchse Berlin II ebenfalls eine Bundesliga-Reserve die Tabelle an, von den dichtauf liegenden Verfolgern hat der VfL Potsdam eine Rückkehr in Liga zwei bereits ausgeschlossen. Und im Westen hat der einstmals mit klarem Vorsprung die Liga anführende TuS Wermelskirchen nicht nur seinen Rückzug in die Oberliga erklärt, sondern kurz darauf den Spielbetrieb gänzlich eingestellt.

Nun droht neues Ungemach: Angesichts von nur noch zwei Punkten Rückstand auf den zuletzt schwächelnden Spitzenreiter Leichlinger TV könnte nach den noch ausstehenden sieben Spielen der TSV Bayer Dormagen ganz oben stehen. Doch weil sein "Vorgängerverein" DHC Rheinland vor einem Jahr Insolvenz anmeldete (gleichwohl im Gegensatz zu Wermelskirchen die Saison zu Ende spielte), darf der TSV nicht aufsteigen. Jörg Bohrmann ist skeptisch, ob es zu diesem Szenario kommt: "Wir haben doch das schwerste Restprogramm", sagt der Dormagener Trainer mit Blick auf die Partien gegen Leichlingen, Wilhelmshaven (4.), in Edewecht (3.) und Uerdingen (5.). Die morgige (19 Uhr) gegen den OSC Rheinhausen (7.) nicht zu vergessen.

Und das aus mehreren Gründen: Die Gäste ließen am Sonntag mit ihrem 25:18 über Wilhelmshaven aufhorchen. Die Gäste haben "eine der besten Abwehrreihen der Liga", weiß Bohrmann. Die Gäste haben in Marko Szymanowicz (136/53 Tore) einen der besten Angreifer im Westen. Die Gäste haben aus dem Hinspiel, in dem sie mit 19:33 die höchste Heimniederlage ihrer Vereinsgeschichte kassierten, noch eine Rechnung offen. Und die Gäste haben in Matthias Reckzeh (wohnt noch in Dormagen), Marcel Wernicke und dem hin und wieder im Rückraum aushelfenden Sportlichen Leiter Mirko Bernau drei Ex-Dormagener in ihren Reihen.

"Und die sind bestimmt besonders heiß", mutmaßt Bohrmann. Der die Partie trotzdem gewinnen möchte. Denn er hat "einen Platz unter den ersten Vier" als neues Saisonziel ausgegeben. Gleichwohl lässt er im Training "im Hinblick auf die neue Saison schon jetzt viel im Ausdauer- und physischen Bereich arbeiten" – und das in dieser Woche ohne Simon Ernst, der bei der Junioren-Nationalmannschaft weilte.

(NGZ)