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Tsv Bayer Dormagen: Dormagens Gast kämpft um seine letzte Chance

Tsv Bayer Dormagen : Dormagens Gast kämpft um seine letzte Chance

Wird der Wilhelmshavener HV, heute zu Gast in Dormagen, noch Vizemeister, darf er in die Zweite Handball-Bundesliga aufsteigen.

Die Situation ist grotesk: Nach einer verkorksten Rückrunde, in der der Wilhelmshavener HV bislang nur 15:11 Punkte holte, konnte der frühere Erstligist den Aufstieg in die Zweite Handball-Bundesliga eigentlich schon frühzeitig abhaken. Jetzt, nach dem Aufstiegsverzicht oder -verbot des vor ihm platzierten Trios, ist diese Chance plötzlich wieder da.

Allerdings nur, wenn der WHV sich in den verbleibenden zwei Saisonspielen bis auf den momentan vier Punkte entfernten zweiten Platz vorkämpft – denn nur der Vizemeister darf aufsteigen, falls der Meister verzichtet (siehe Bericht am Kopf dieser Seite). Das ist noch möglich für die Schützlinge von Spielertrainer Christian Köhrmann – allerdings nur, wenn sie heute Abend (19 Uhr, TSV-Bayer-Sportcenter) beim TSV Bayer Dormagen und eine Woche später gegen den VfL Gummersbach II gewinnen. Selbst dann ist die Chance aber äußerst gering: Dormagen müsste auch sein letztes Saisonspiel in Edewecht (11. Mai) verlieren und der Leichlinger TV dürfte aus seinen Partien gegen Bielefeld und in Aurich keinen Punkt mehr holen. Nur dann hieße die Reihenfolge in der Abschlusstabelle: 1. VfL Edewecht (45:11 oder 43:13 Punkte), 2. Wilhelmshavener HV (41:15 und im direkten Vergleich besser als) 3. TSV Bayer Dormagen (41:15) und 4. Leichlinger TV (41:15).

Solchen Spekulationen möchte Jörg Bohrmann heute Abend jegliche Basis nehmen: "Wir möchten uns nicht nur mit einem Heimsieg von unseren tollen Fans verabschieden", sagt der Trainer des TSV Bayer Dormagen, "wir möchten uns auch gerne für diese tolle Saison mit dem 'Endspiel' um den Titel in Edewecht belohnen." Könnten seine Schützlinge heuteAbend an die zuletzt gezeigten Leistungen in Aurich (29:17), gegen Leichlingen (35:28) und in Uerdingen (33:24) anknüpfen, sei dies auch machbar.

Allerdings warnt Bohrmann davor, die Partie angesichts der schwachen Wilhelmshavener Rückrundenbilanz – das 29:24 vom vergangenen Sonntag in Bielefeld war der erste Auswärtssieg der Norddeutschen seit dem 24. November 2012 – als Selbstläufer anzusehen: "Da steckt jede Menge Brisanz drin, die werden bei uns kämpfen bis zum Umfallen." Und spielerisch seien die Norddeutschen ohnehin "eines der stärksten Teams der Liga, die sind wie Leichlingen auf fast allen Position mit Erst- und Zweitliga-erfahrenen Leuten besetzt." Was den Leichlingern vor zwei Wochen freilich auch nichts nützte.

Zum Personal: Beim TSV plagt sich Simon Ernst mit einer leichten Bronchitis herum, beim WHV fehlen Maurice und Yannick Dräger, die mit der A-Jugend (Zweitspielrecht für Hasteder TSV/HC Bremen) im DM-Viertelfinale auf die Füchse Berlin treffen, und der Langzeitverletzte Ivo Warnecke.

(NGZ)