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DHC Rheinland: Die Zukunft: Khalid Khan steht Gewehr bei Fuß

DHC Rheinland : Die Zukunft: Khalid Khan steht Gewehr bei Fuß

Seit Mitte vergangener Woche die Lizenzierungskommission der Handball-Bundesliga (HBL) durchblicken ließ, dass sie nicht gewillt scheint, dem DHC Rheinland eine Lizenz für die Zweite Liga zu erteilen, ist die Zukunft des Dormagener Handballs unsicherer denn je.

Dabei hatte sie in den Tagen zuvor endlich Konturen angenommen. Zumindest was die Nachfolge von Kai Wandschneider auf der Trainerbank anbetrifft. Denn Khalid Khan, bis zum Saisonende noch beim Zweitligisten TV Korschenbroich unter Vertrag, bestätigte am Freitagabend gegenüber der NGZ, dass er in der neuen Spielzeit das Kommando beim DHC Rheinland übernehmen würde – falls es denn in der Zweiten Liga weitergeht. "Wäre die Sache mit der Lizenzerteilung nicht dazwischen gekommen, hätte ich in dieser Woche unterschrieben", sagt der 45-Jährige, der vor zehn Jahren als Assistent von Kai Wandschneider in Dormagen anfing und dort auch lange Jahre im Nachwuchsbereich tätig war.

Das Dumme an der neuen Situation: Khan hat noch zwei weitere Angebote vorliegen. "Und irgendwann muss ich mich entscheiden, sonst stehe ich nachher ganz mit leeren Händen da", sagt der Handball-Lehrer. Weil Dormagen für ihn jedoch "erste Priorität" besitzt, möchte er diese Entscheidung so lange wie möglich hinauszögern.

Ob auch die Spieler, sowohl diejenigen, die beim DHC bleiben wollen oder müssen, als auch potenzielle Zugänge so denken, ist die spannende und vielleicht alles entscheidende Frage. "Wir müssen jetzt erst einmal alle Gespräche auf Eis legen", sagt DHC-Geschäftsführer Heinz Lieven, "ich kann den Spielern in dieser Situation ja nichts zusagen."

Er wie auch Insolvenzverwalter Dirk Andres scheinen gewillt, es auf einen Rechtsstreit mit der HBL ankommen zu lassen. "Aber der kann sich hinziehen", fürchtet Lieven, "vielleicht bekommen wir am Ende ja Recht und eine Lizenz für die Zweite Liga, stehen dann aber ohne Mannschaft und Trainer da." Aus diesem Grund hofft Andres immer noch auf eine gütliche Einigung mit der HBL, "und das möglichst rasch." Schließlich fürchtet er auch um das von ihm aufgestellte und mit allen Beteiligten abgesprochene Insolvenzplanverfahren, das spätestens Ende Juni mit der wirtschaftlichen Sanierung der Dormagener Handball Club Rheinland GmbH & Co. KG abgeschlossen sein soll. Zunächst einmal ist jedoch nur die nahe Zukunft gesichert: die Spiele am 9. April in Lemgo und am 21. April gegen Balingen.

(NGZ)