DHC Rheinland: DHC verspielt klare Führung

DHC Rheinland : DHC verspielt klare Führung

Handball-Zweitligist Dormagener HC Rheinland muss seine vierte Heimniederlage hinnehmen. Beim 34:33-Sieg des SC DHfK Leipzig, der schon 22:26 zurücklag, halfen die Unparteiischen am Freitag Abend kräftig mit

Eine Dreiviertelstunde lang schien Handball-Zweitligist DHC Rheinland Freitag Abend eindeutig auf dem Weg zum zehnten Saisonsieg zu sein. Trotz der unorthodoxen Spielweise der Gäste vom SC DHfK Leipzig beherrschten die Dormagener vor 1404 Zuschauern nämlich die Partie und führten dank der bis dahin überragenden Leistungen von David Breuer und Jendrik Meyer verdient mit 26:22.

Doch dann kippte die Partie zugunsten der Gäste, bei denen in der Schlussphase so gut wie jeder Wurf zum Torerfolg führte. Beim 28:28 hatten die Leipziger neun Minuten vor Schluss erstmals seit dem 6:6 (9.) wieder einen Gleichstand erzielt, mit seinem vierten Siebenmeter warf Philipp Seitle den Sportclub sechzig Sekunden später erstmals seit dem 6:5 wieder in Front. Am Ende triumphierten die Leipziger mit 34:33 (Halbzeit 16:19) und brachten dem DHC damit bereits die vierte Heimniederlage der laufenden Saison bei.

Für die es drei Gründe gab. Der erste trug die Namen Harald Schembs und Markus Weyell. Die Unparteiischen, die sich bereits bei der 23:24-Niederlage gegen Nordhorn den Zorn der Hausherren zugezogen hatten, waren mit der Leitung der mit viel Tempo und vielen Finessen geführten Partie restlos überfordert und bemühten sich nach Kräften, nie in den Ruch des "Heimschiedsrichters" zu kommen.

Dadurch verunsichert, verloren die Dormagener ihre spielerische Linie, ließen sich gegen die offensive Deckung des SC auf zu viele Einzelaktionen ein. Da nutzte auch die mit Abstand beste Saisonleistung von David Breuer, der mit 11/6 Treffern zu alten Torjägerqualitäten zurückfand, nichts mehr, im Gegenteil: In der Schlussphase leistete auch er sich zwei Fehlwürfe und ein allerdings mehr als zweifelhaftes Stürmerfoul, das die Gäste prompt zum Kontern nutzten.

Das entscheidende Manko: In solchen Phasen fehlt den Dormagenern ein Führungsspieler, der das Heft des Handelns in die Hand nimmt. So vertändelten sie auch die große Chance zum Ausgleich, denn nachdem Jendrik Meyer einen Strafwurf von Seitle abgewehrt hatte, blieben ihnen noch 18 Sekunden, die aber nutzlos verstrichen, auch, weil die Unparteiischen nach einem Regelverstoß der Gäste die Uhr nicht mehr anhielten.

Grund Nummer drei war die löchrige Deckung, die insbesondere Seitle (11/3) und Baumgärtel (7) immer wieder mit halbhohen Würfen bezwangen, gegen die auch Meyer trotz 15 Paraden nicht das rechte Mittel fand. So stand am Ende Heimniederlage Nummer vier und der Abschied aus der Spitzengruppe auf dem Protokoll.

(NGZ)
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