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DHC Rheinland: DHC setzt erstes Ausrufezeichen

DHC Rheinland : DHC setzt erstes Ausrufezeichen

Handball-Zweitligist DHC Rheinland hat einen Saisonstart nach Maß erwischt: Beim Bundesliga-Absteiger ASV Hamm Westfalen, der als Anwärter auf einen oberen Tabellenplatz nimmt, setzten sich die Dormagener gestern Abend vollkommen verdient mit 31:24 durch

Gäbe es nicht die acht Pluspunkte Abzug, mit denen der DHC Rheinland in dieser Saison für die finanziellen Sünden der Vergangenheit bestraft wird, die Dormagener Handballer wären der erste Tabellenführer der neuen eingleisigen Zweiten Bundesliga.

Denn im Gastspiel bei Bundesliga-Mitabsteiger ASV Hamm Westfalen setzten sich die Schützlinge des neuen Trainers Richard Ratka gestern Abend vollkommen verdient mit 31:24 (Halbzeit 13:11) durch. Und weil in den anderen beiden Auftaktpartien TuSEM Essen Aufsteiger sC DHfK Leipzig mit 27:26 und der 1. VfL Potsdam die HG Saarlouis mit 29:25 besiegte, stehen die Dormagener zumindest 24 Stunden an der Zweitliga-Spitze.

Dass sie, ginge es nur nach sportlichen Kriterien, das Zeug hat, in höheren Tabellenregionen mitzuspielen, stellte die neu zusammen gestellte Formation gestern Abend vor 1500 Zuschauern in der Maxipark-Arena jedenfalls unter Beweis. Sicher, es haperte noch teilweise am aufgebauten Positionsangriff ebenso wie an der körperlichen Präsenz in der Abwehr, die sich allzu oft durch Eins-gegen-eins-Aktionen vor allem von Hamms Spielertrainer Maik Machulla überrumpeln ließ.

Und es haperte an einem Konzept, die acht Minuten, die die Gäste aufgrund von Zeitstrafen gegen den zu ungestüm agierenden Dennis Szczesny (2), Bastien Arnaud und Björgvin Holmgeirsson in Unterzahl verbringen mussten, zu überstehen. Diese Phasen nutzten die Hausherren stets, um den zeitweise vier Tore betragenden Rückstand zu verkürzen. Doch aufs Ganze gesehen waren die Dormagener die bessere Mannschaft — und das nicht nur, weil sie über die gesamte Spieldauer nicht ein Mal in Rückstand gerieten und den Hausherren nur zwei Mal, beim 11:11 (26.) und 16:16 (37.) einen Gleichstand gestatteten.

Außerdem hatten sie in Jendrk Meyer einen starken Rückhalt zwischen den Torpfosten, der am Ende mit 13 gehaltenen Bällen, davon gleich drei Siebenmetern, auf dem Spielbericht stand. wären auf der Gegenseite nicht der noch deutlich steigerungsfähig erscheinende Michiel Lochtenbergh (2) und ein gegenüber der Saisonvorbereitung deutlich verbesserter David Breuer mit ihren Strafwürfen gescheitert, die Partie wäre wahrscheinlich weniger spannend geworden.

So dauerte es bis vier Minuten vor Schluss ehe Tobias Plaz mit dem Treffer zum 26:22 einen halbwegs beruhigenden Vorsprung für den DHC herausgeworfen hatte, der in Björgvin Holmgeirsson (9), Bartosz Konitz und David Breuer (je 5) seine besten Werfer hatte.

(NGZ/rl)