DHC Rheinland: DHC Rheinland meldet Insolvenz an

DHC Rheinland: DHC Rheinland meldet Insolvenz an

Genau 392 Tage, nachdem Heinz Lieven beim Amtsgericht Düsseldorf die Insolvenz für den Dormagener HC Rheinland angemeldet hatte, hat der Geschäftsführer des Handball-Zweitligisten gestern dort erneut einen Antrag auf Insolvenz gestellt.

Grund sind fehlende Einnahmen aus Eintrittsgeldern und Sponsorenverträgen "in niedriger sechsstelliger Höhe", die den bis zum 2. Juni andauernden Spielbetrieb gefährden. "Als Mitgesellschafter kann und will ich dieses — wie in der Vergangenheit — nicht weiter privat auffangen", sagt Lieven.

Der Unternehmer aus Delhoven hat seit dem Rückzug der Bayer AG aus dem Sponsoring des Profi-Handballs vor zweieinhalb Jahren neben den Sponsorgeldern seiner Firma TPG immer wieder auftretende Finanzlücken aus seiner Privatschatulle geschlossen.

Wird das Insolvenzverfahren eröffnet, steht der DHC als Zwangsabsteiger aus der Zweiten Liga fest. Damit wird auch die geplante Spielgemeinschaft mit der HSG Düsseldorf hinfällig, deren Stammverein HSV kurz vor Weihnachten ebenfalls Insolvenz angemeldet hatte — für die Zweite Liga fehlt beiden Vereinen damit die Lizenz.

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Mit der Rückstufung in die Dritte Liga, in der die Dormagener wieder unter der Bezeichnung TSV Bayer Dormagen auflaufen würden, erlischen auch alle Sponsoringverträge, unter anderem der erst Anfang des Jahres abgeschlossene mit dem neuen Hauptsponsor Kyocera.

Der Spielbetrieb beim DHC Rheinland soll vorerst weiterlaufen, Trainer Richard Ratka und die Spieler wurden heute über die neue Situation informiert. Am Mittwoch (7. März, 20 Uhr) erwartet der DHC den TV Emsdetten im Sportcenter am Höhenberg.

(jco/top)