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DHC Rheinland: DHC Rheinland hat in Kiel nichts zu verlieren

DHC Rheinland : DHC Rheinland hat in Kiel nichts zu verlieren

Das Spiel liegt fast 28 Monate zurück. Trotzdem ist das 28:28-Unentschieden vom ersten Spieltag der Saison 2008/09 immer noch in aller Munde, sobald die Handballer aus Kiel und Dormagen die Klingen kreuzen.

Heute Abend (20.15 Uhr, Ostseehalle) ist es wieder soweit. Doch die Wahrscheinlichkeit, das sich die bereits gestern angereisten Gäste nach dem Schlusspfiff in den Armen liegen und Torhüter Vitali Feshchanka freudetrunken Physiotherapeut Klaus Pelzer durch die Ostseehalle trägt, ist äußerst gering. Denn der THW Kiel darf sich keine weitere Blöße geben, will er angesichts von fünf Punkten Rückstand auf Tabellenführer HSV Hamburg die ohnehin nur noch minimale Chance auf eine erfolgreiche Titelverteidigung aufrecht erhalten.

"Wir sind der THW und kämpfen bis in den Juni hinein", versprach Trainer Alfred Gislason, nachdem die Kieler in ihrem letzten Heimspiel am 19. Dezember nicht über ein 26:26 gegen den VfL Gummersbach hinausgekommen waren. Torschütze für die Gäste in letzter Sekunde: der Ex-Dormagener Christoph Schindler.

Der war auch an jenem legendären 3. September 2008 mit von der Partie. Auf Dormagener Seite sind aus diesem Zusammentreffen neben Torhüter Feshchanka nur noch Maciej Dmytruszynski und Tobias Plaz übrig geblieben. Beim THW können sich noch ein paar mehr an das traumatische Erlebnis erinnern: die Torhüter Thierry Omeyer und Andreas Palicka sowie Hendrik Lundström, Filip Jicha, Dominik Klein, der nach langer Verletzungspause am zweiten Weihnachtstag wieder ins Team zurückgekehrte Kim Andersson und die heute verletzt fehlenden Marcus Ahlm und Christian Zeitz.

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"Wir wollen gegen Dormagen dafür sorgen, dass auch unsere Fans die Erinnerung an einen schnellen THW mit in die Winterpause nehmen", verspricht Dominik Klein. Das verheißt nichts Gutes für den DHC. Der hat in seinen beiden bisherigen Saisonvergleichen mit den "Zebras" immerhin Achtungserfolge erzielen können: Zum Saisonauftakt in heimischer Halle stand es zur Pause 15:15, am Ende setzte sich der THW mit 32:25 durch. Im DHB-Pokal lief es umgekehrt: Da lagen die Dormagener zur Halbzeit mit 12:21 zurück und kämpften sich noch bis auf den 27:32-Endstand heran.

Mit einem ähnlichen Verlauf und einem ähnlichen Resultat wäre Kai Wandschneider heute zufrieden: "Wir wollen nicht untergehen, sondern uns positiv in die WM-Pause verabschieden." Seine Hoffnung: "Wir können frei aufspielen, denn in Kiel haben wir nun wirklich nichts zu verlieren."

(NGZ)