DHC Rheinland : DHC reicht Klage ein

Insolvenzverwalter Dirk Andres hat fristgerecht Klage gegen die Nichterteilung einer Zweitliga-Lizenz für den DHCRheinland eingereicht. Das neutrale Schiedsgericht der Handball-Bundesliga muss bis Ende Mai entscheiden

Insolvenzverwalter Dirk Andres hat fristgerecht Klage gegen die Nichterteilung einer Zweitliga-Lizenz für den DHC Rheinland eingereicht. Das neutrale Schiedsgericht der Handball-Bundesliga muss bis Ende Mai entscheiden

Die Zeit drängt. Bereits am 21. Mai sollen die Relegationsrunden um Verbleib und Aufstieg zur eingleisigen Zweiten Liga beginnen. Doch wer sie bestreitet, steht gut eine Woche vorher noch nicht fest. Schuld daran ist nicht nur, dass aus der Dritten Liga West kein Verein an der Aufstiegsrunde teilnehmen will.

Schuld ist auch die nach wie vor ungeklärte Zukunft des Dormagener HC Rheinland. Bleibt es bei der von Lizenzierungskommission und Präsidium der Handball-Bundesliga (HBL) getroffenen Entscheidung, dem im Insolvenzplanverfahren befindlichen Erstligisten keine Lizenz für die 2. Liga zu erteilen, wäre ein zusätzlicher Platz in der 20 Klubs umfassenden Liga frei.

Doch der DHC will sich mit der Rückstufung in die Dritte Liga nicht abfinden. Insolvenzverwalter Dirk Andres hat jetzt fristgerecht Klage beim Schiedsgericht der HBL eingereicht. "Laut Lizenzierungsrichtlinien muss nun ein neutrales Schiedsgericht im Sinne der Zivilprozessordnung entscheiden. Für unseren Antrag haben wir gute Argumente auf unserer Seite, denn der DHC Rheinland ist wirtschaftlich leistungsfähig. Das haben wir der Lizenzierungskommission mehrfach transparent dargelegt", sagt Andres, der in dem Verfahren von dem auf Sportrecht spezialisierten Münchner Rechtsanwalt Thomas Summerer unterstützt wird. Wann das Schiedsgericht zusammentritt, ist noch offen: "Der Schiedstermin steht noch nicht fest, soll aber bis spätestens Ende Mai stattfinden", weiß Andres. Der bis dahin auf dem Weg zur wirtschaftlichen Gesundung der DHC Rheinland GmbH Co. KG einen wesentlichen Schritt weitergekommen sein möchte: "Das Insolvenzverfahren läuft nach Plan. Nach einer ersten positiven Vorprüfung hat das Amtsgericht Düsseldorf die Zustellung des Plans an die Gläubiger veranlasst", erklärt der Insolvenzverwalter, "der Abstimmungstermin wurde auf den 26. Mai festgesetzt, so dass das Insolvenzverfahren aller Voraussicht nach Mitte Juni aufgehoben werden kann."

Deshalb soll auch der Spielbetrieb bis Saisonende aufrecht erhalten werden. Der DHC hat noch zwei Heim- und zwei Auswärtsspiele zu bestreiten: Morgen (19.45 Uhr) gegen den Tabellenvorletzten HSG Ahlen-Hamm, am 21. Mai (Spielbeginn vorverlegt auf 18 Uhr) bei der HSG Wetzlar, am 27. Mai gegen den SC Magdeburg und am 4. Juni bei der TSV Hannover-Burgdorf.

Bis dahin sollte die Zweitliga-Relegation beendet sein. Vielleicht wird sie ja auch überflüssig, denn noch steht nicht fest, ob außer dem DHC alle in Frage kommenden Erst- und Zweitligisten eine Lizenz erhalten. Das will die HBL am 20. Mai bekanntgeben, einen Tag vor Beginn der Aufstiegsrunde.

(NGZ)