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DHC Rheinland: DHC hat in Hamm "nichts zu verlieren"

DHC Rheinland : DHC hat in Hamm "nichts zu verlieren"

In der vergangenen Saison ging es in ihren Duellen um den Verbleib in der "stärksten Liga der Welt". Am Ende nutzten weder der HSG Ahlen-Hamm der 26:24-Sieg aus dem Hinspiel noch dem DHC Rheinland der 33:28-Erfolg aus der Rückrunde etwas – beide mussten absteigen.

In der vergangenen Saison ging es in ihren Duellen um den Verbleib in der "stärksten Liga der Welt". Am Ende nutzten weder der HSG Ahlen-Hamm der 26:24-Sieg aus dem Hinspiel noch dem DHC Rheinland der 33:28-Erfolg aus der Rückrunde etwas — beide mussten absteigen.

Deshalb treffen sich beide Kontrahenten am Freitag Abend (19.45 Uhr, Maxipark-Arena Hamm) zum Auftakt der eingleisigen Zweiten Bundesliga wieder. Um was es dabei für beide Klubs geht, weiß keiner so recht. Maik Machulla, vom Mittelmann zum Spielertrainer der nach geschiedener Ehe mit der Ahlener SG nun unter ASV Hamm Westfalen firmierenden Gastgeber aufgestiegen, spricht vom "einstelligen Tabellenplatz" als eigenem Saisonziel, bescheinigt dem DHC jedoch: "Das ist eine Mannschaft, die oben mitspielen wird."

Genau umgekehrt sieht es Richard Ratka. Der neue Mann auf der Dormagener Trainerbank zählt Hamm zu den "Anwärtern auf die Aufstiegsplätze". Und zum Saisonziel seines eigenen, neu formierten Kaders sagt er schlicht: "Für uns geht es nur um den Ligaverbleib."

Dementsprechend sieht er sein Team am Freitag Abend auch nur in der Außenseiterrolle. Was aber nicht gleichbedeutend mit "chancenlos" ist: "Wir haben in Hamm nichts zu verlieren. Und wenn wir das umsetzen, was wir uns in der Vorbereitung erarbeitet haben, können wir für eine Überraschung sorgen."

Denn mit den dort gezeigten Leistungen seiner Schützlinge war der 47-Jährige recht zufrieden. Doch er weiß auch: "Die Vorbereitung zählt nicht, ganz besonders nicht in unserem Fall. Ich weiß doch überhaupt nicht, wie meine Mannschaft mit Druck umgeht."

Der könnte von hart zupackenden Abwehrspielern ebenso ausgehen wie von den Zuschauern in der 2500 von ihnen Platz bietenden Maxipark-Arena. Beides Faktoren, die sich in Testspielen nur schwerlich simulieren lassen: "Beflügelt sie das oder brechen sie ein?", fragt sich Ratka und weiß darauf nur eine Antwort: "Nach den sechzig Minuten sind wir schlauer."

In die er mit der gleichen Formation gehen kann, die beim 33:22-Pokalsieg über Drittligist Münster auf der Platte stand. Fraglich ist weiterhin der Einsatz des am Finger verletzten Daniel Mestrum, der ohnehin nur als Ergänzungsspieler für die Deckung vorgesehen ist.

Im Gegensatz zu den Dormagenern nehmen die Hammer zwei Negativerlebnisse mit in den heutigen Saisonauftakt: Im Pokal blamierten sie sich mit einer 25:28-Niederlage beim Oranienburger HC, davor gab es im Testspiel zur Saisoneröffnung eine 22:33-Klatsche gegen Erstliga-Aufsteiger Bergischer HC. "Aber diese und alle anderen Ergebnisse sind heute Abend Makulatur" sagt Ratka.

Kollege Machulla hat seine Trainerlektion scheint's schnell gelernt, denn er gewinnt der Pokalblamage sogar noch etwas Positives ab: "Jeder Einzelne muss seine Lehren aus einem Spiel wie gegen Oranienburg ziehen."

(NGZ)