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DHC Rheinland: DHC feiert vierten Sieg in Folge

DHC Rheinland : DHC feiert vierten Sieg in Folge

Schneller als erwartet hat Handball-Zweitligist DHC Rheinland die Hypothek von acht Punkten Abzug aufgeholt. Doch ehe gestern Abend vor 1445 Zuschauern mit dem 24:21 über den HC Erlangen der vierte Sieg in Folge feststand, war ein hartes Stück Arbeit nötig für die Dormagener

Wer hätte das vor Saisonbeginn gedacht? Nach nur vier Spieltagen hat der Dormagener HC Rheinland die von der Handball-Bundesliga (HBL) wegen der Insolvenz während der vergangenen Saison verhängte Strafe von acht Pluspunkten Abzug bereits wettgemacht. Doch bevor gestern Abend mit dem 24:21 (Halbzeit 10:10) über den HC Erlangen der vierte Sieg im vierten Meisterschaftsspiel der eingleisigen Zweiten Liga feststand, war vor 1445 Zuschauern ein hartes Stück Arbeit nötig für die Hausherren.

Das um so mehr, als die Dormagener im ersten Durchgang nicht nur gegen offensiv und aggressiv verteidigende Erlanger Gäste zum Erfolg kommen mussten, sondern auch gegen eine ganze Reihe unverständlicher Entscheidungen der Unparteiischen Torsten Brandt und Karsten Veit (Vlotho/Kalletal). Die ließen nicht nur die Gäste ellenlange Angriffe vortragen, ohne einmal den Arm wegen drohenden "Zeitspiels" zu heben, sie tolerierten auch die rustikale Gangart, die die Schützlinge von HCE-Trainer Frank Bergemann in der Defensive an den Tag legten.

Auf der anderen Seite musste DHC-Trainer Richard Ratka schon früh seine Standardformation umstellen, denn Kreisläufer Bastien Arnaud sah sich bereits nach 18 Minuten mit zwei Zeitstrafen konfrontiert. So liefen die Dormagener gegen die Minimalisten der Liga, die alle Spiele bisher mit einem Tor Unterschied gewonnen oder verloren haten, fast ständig einem Ein-Tore-Rückstand hinterher. Der drohte nach 23 Minuten beim Stande von 6:8 noch anzuwachsen, auch, weil die Hausherren alzu oft an Routinier Andreas Bayerschmidt im Erlanger Gehäuse scheiterten.

Erst als die Dormagener ihrerseits etwas offensiver deckten und so die Gäste zu technischen Fehlern zwangen, gelangen ihnen die von Trainer Richard Ratka geforderten "einfachen Tore". Mit einer solchen Abwehr, in der sich vor allem die Youngster Michael Wittig und Daniel Mestrum auszeichneten, drehte der DHC dann in den ersten Minuten nach der Pause die Partie: Sieben Minuten blieben die Erlanger ohne Torerfolg, auch, weil DHC-Torhüter Jendrik Meyer (insgesamt 15 Paraden) wieder zu starker Form fand.

Dormagen nutzte diese Phase, um sich vorentscheidend von 10:10 auf 14:10 abzusetzen. Auch wenn die Gäste zwischenzeitlich noch einmal bis auf zwei Treffer herankamen, drohte der Vorsprung eigentlich nie in Gefahr zu geraten, auch, weil im Angriff Michiel Lochtenbergh (6 Tore) und David Breuer (5/1) ihre bisher besten Leistungen dieser Saison ablieferten.

(NGZ)