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TSV Bayer Dormagen: Bohrmann wünscht sich eine Pause, doch die gibt es nicht

TSV Bayer Dormagen : Bohrmann wünscht sich eine Pause, doch die gibt es nicht

"Wir gehen auf dem Zahnfleisch", sagt Dormagens Trainer vor dem Spiel am Samstag gegen Duisburg

Der Spielplan kennt keine Gnade: In den 15 Wochen zwischen 30. August und 15. Dezember jagt er die Handballer der Dritten Liga West durch 15 Meisterschaftsspiele ohne Pause. Genau die käme Jörg Bohrmann aber nicht ungelegen: "Wir gehen auf dem Zahnfleisch", sagt der Trainer des TSV Bayer Dormagen vor dem heutigen sechsten Meisterschaftsspiel, das um 19 Uhr die mit vier ehemaligen Dormagenern besetzten OSC Löwen Duisburg ins Sportcenter bringt.

Als die noch unter OSC Rheinhausen firmierten, brachten sie dem TSV am 16. März mit 29:30 die einzige Niederlage in der Rückrunde der vergangenen Saison bei. Für Bohrmann ist das indes kein Thema mehr: "Wir beschäftigen uns nur mit der aktuellen Situation", sagt der TSV-Trainer, "und die ins schwierig genug." Schuld daran sind die Ausfälle von Moritz Preuss, Sebastian Damm, die beide frühestens in einem Monat das Training aufnehmen können, und Janik Köhler, der möglicherweise in einer Woche die ersten handballerischen Gehversuche machen kann. Außerdem droht auch Jonathan Eisenkrätzer heute auszufallen, der nach seiner Gehirnerschütterung aus dem Spiel gegen Düsseldorf, als er einen Schlagwurf ins Gesicht bekam, noch ärztliches Trainingsverbot hat.

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Die Folge: "Wir haben in dieser Woche nur sehr eingeschränkt trainiert, zeitweise waren nur sechs, sieben Mann beim Training", sagt Bohrmann. Der am Donnerstag sogar komplett frei gab, "sonst wäre die Belastung für die Leistungsträger zu hoch geworden." Dabei denkt er in erster Linie an Simon Ernst, Dennis Marquardt und Alexander Kübler, die bislang in fast jeder Partie mangels Alternativen 60 Minuten durchspielen mussten. "Darunter leidet die Konzentration, das hat man in Düsseldorf deutlich gesehen", sagt Bohrmann. Für den deshalb auch feststeht: "Im Gegensatz zu den vergangenen Wochen sind wir diesmal nicht der Favorit." Wobei die OSC Löwen Duisburg, die vor Saisonbeginn gegründete Fusion aus OSC Rheinhausen, Hamborn 07 und HC Wölfe Niederrhein, bislang die Wundertüte in einer ohnehin kuriosen Liga darstellen: In fünf Spielen gab es bislang erst einen Sieg (38:28 in Krefeld), dafür aber ebenso überraschende Punktgewinne in Wilhelmshaven (32:32) und am Sonntag gegen Hagen (26:26) wie eine überraschende 27:29-Heimniederlage gegen Düsseldorf.

"Handballerisch ist das die bisher beste Mannschaft, die ich in dieser Saison gesehen habe", sagt Bohrmann nach intensivem Videostudium, "den jüngeren Spielern fehlt aber noch etwas die Konstanz." Unter den älteren sind in Torhüter Matthias Reckzeh, Linksaußen Marcel Wernicke und "standby"-Linkshänder Mirko Bernau, der eigentlich als Sportlicher Leiter fungiert, gleich drei Ex-Dormagener. Und auch Felix Handschke, vom Bundesliga-Absteiger TuSEM Essen gekommen, spielte in der Jugend beim TSV.

(NGZ)