TSV Bayer Dormagen: Bohrmann fand Sieg "sensationell"

TSV Bayer Dormagen : Bohrmann fand Sieg "sensationell"

Handball-Drittligist TSV Bayer Dormagen hat auch das sechste Spiel in Folge ohne Niederlage überstanden: Beim OSC Rheinhausen feierten die Dormagener am Mittwochnachmittag mit dem 33:19 den bislang höchsten Saisonsieg, den Trainer Jörg Bohrmann "einfach sensationell" fand

Bohrmanns Bubis mischen weiterhin die Dritte Liga auf: Mit dem bislang höchsten Saisonsieg, dem 33:19 (Halbzeit 13:10) Mittwochnachmittag beim OSC Rheinhausen, blieben die Handballer des TSV Bayer Dormagen auch im sechsten Spiel in Folge ohne Niederlage.

Gleichzeitig stürzten die Schützlinge von Trainer Jörg Bohrmann die Gastgeber, die erst eine Woche zuvor in Wilhelmshaven die erste Saisonniederlage hinnehmen und gleichzeitig zwei Punkte am "grünen Tisch" quittieren mussten, in eine tiefe Krise. OSC-Trainer Jörg Förderer wirkte nach dem Schlusspfiff jedenfalls sichtlich geschockt: "Im ersten Durchgang war noch viel Pech dabei, in der zweiten Halbzeit sind wir dann regelrecht überrannt worden."

Sein Dormagener Kollege hingegen empfand den sechsten Sieg im neunten Spiel als "einfach nur sensationell. Wenn mir das einer vor dem Spiel gesagt hätte, dem hätte ich geantwortet: Träum weiter." Den Grundstein dazu legten die Gäste vor 600 Zuschauern, darunter gut eine Hundertschaft aus Dormagen, mit einer ganz starken Abwehrleistung und einem überraschenden taktischen Schachzug Bohrmanns: Der beorderte den bislang meist nur zu Kurzeinsätzen gekommenen Frederic Rudloff von Beginn an in die Defensivformation, wo er sich intensiv um Rheinhausens Spielmacher Mirko Szymanowicz kümmerte. Mit Erfolg: Dem 26-Jährigen gelangen nur zwei Feldtore. "Da hat man gemerkt, dass er aus gesundheitlichen Gründen im Moment nicht trainieren kann. Überhaupt geht die ganze Mannschaft auf dem Zahnfleisch", versuchte Förderer, das Ergebnis in seiner Deutlichkeit ein wenig zu relativieren. Sei's drum: Die Dormagener spielten sich nach der Pause in einen regelrechten Rausch, bauten ihre Führung innerhalb von knapp einer Viertelstunde von drei auf acht Tore (21:13, 44.) aus. Neben dem erneut besten Torschützen Simon Ernst (10/3) überzeugte dabei vor allem Alexander Kübler, der die guten Anspiele an den Kreis zu sechs Treffern nutzte.

Beim 25:15 durch Tobias Plaz (50.) wurde die Differenz erstmals zweistellig, am Ende stand der höchste Saisonsieg, der den TSV nun zum schärfsten Verfolger des Spitzenduos aus Wermelskirchen und Leichlingen macht. Doch Bohrmann bleibt auf dem Teppich: "13:5 Punkte sind besser als wir erhofft hatten, aber das ist nach wie vor eine Momentaufnahme."

(NGZ/ac)
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