1. NRW
  2. Städte
  3. Dormagen
  4. TSV Bayer Dormagen

Tsv Bayer Dormagen: Auch Doetsch bleibt in Dormagen

Tsv Bayer Dormagen : Auch Doetsch bleibt in Dormagen

In den Verdacht der Nachbarschaftshilfe möchte Jörg Bohrmann erst gar nicht kommen: "Wir fahren da hin, um zu gewinnen", sagt der Trainer des Handball-Drittligisten TSV Bayer Dormagen vor der Partie (Samstag, 19 Uhr, Halle Graf-Recke-Straße) beim ART Düsseldorf.

Doch Bohrmann weiß auch, welche Faktoren dieses Unterfangen erschweren könnten. Erstens wütet auch in seinem Kader die Grippewelle, in Person von Markus Breuer und Robin Doetsch liegen zur Zeit beide Außen flach, Simon Ernst und Jo Gerrit Genz haben mittlerweile "deutlich geschwächt" (Bohrmann) ihre ersten Trainingsversuche hinter sich gebracht.

"Und man weiß ja nicht, wenn es bis zum Anpfiff noch erwischt", orakelt der TSV-Trainer. Zumindest ist Kreisläufer Moritz Preuss, der heute seinen 18. Geburtstag feiert, ohne Blessuren oder Krankmeldung vom Lehrgang der Jugend-Nationalmannschaft aus Warendorf zurückgekehrt.

Zweitens ist er davon überzeugt, dass die Partie unabhängig von den personellen Voraussetzungen "deutlich schwieriger" wird als das Hinspiel, das der TSV mit 29:20 für sich entschied. Denn für die Landeshauptstädter sei es "die wohl allerletzte Chance, noch in den Kampf um den Klassenerhalt" einzugreifen, ist Bohrmann überzeugt: "Gewinnen die gegen uns, können die Gladbeck noch einholen. Bei einer erneuten Niederlage wird es verdammt schwer", sagt er mit Blick auf die sechs Punkte, die die Düsseldorfer (6:32) als Tabellenvorletzter vom rettenden Ufer (VfL Gladbeck, 12:26) trennen.

Um diese Chance zu erhalten, haben die Landeshauptstädter, die ihre Punkte bislang gegen Gummersbach (29:28, 27:27), Königshof (24:24) und in Gladbeck (27:24) holten, vor ein paar Wochen nicht nur den Trainer gewechselt (Jens Sieberger für Benny Daser), sondern sich auch noch einmal mit dem aus Wermelskirchen geholten Kreisläufer Carl Moritz Wagner verstärkt. Für Bohrmann ist die Ausgangsposition eindeutig: "Wir sind der Favorit, deshalb wird das ein reines Kopfspiel. Wenn wir es schaffen, uns 60 Minuten zu konzentrieren und die Abwehr zu stabilisieren, gewinnen wir auch." Immerhin kassierte der TSV zuletzt gegen die Kellerkinder Gladbeck und Gummersbach jeweils 29 Gegentreffer.

Derweil hat der TSV weitere personelle Weichen gestellt: Rechtsaußen Robin Doetsch (22), vor Saisonbeginn vom TV Korschenbroich nach Dormagen zurückgekehrt, hat seinen Vertrag mit dem Drittligisten um ein Jahr verlängert.

(NGZ/ac)