TSV Bayer Dormagen: "Alle freuen sich aufs Derby"

TSV Bayer Dormagen : "Alle freuen sich aufs Derby"

Heute ab 19 Uhr geht es im TSV-Bayer-Sportcenter im Duell zwischen den Drittligisten TSV Bayer Dormagen und TV Korschenbroich um die Vorherrschaft im heimischen Handball. In beiden Lagern sind Anspannung Vorfreunde auf das "echte Derby" groß

Im Vorjahr gab's vor dem Rhein-Kreis-Derby eine Pressekonferenz im noblen Ambiente des "fire&ice-Hotels" an der Neusser Skihalle. Nach dem Doppel-Abstieg aus der zweiten Handball-Bundesliga ist jetzt alles eine Nummer kleiner – was die Vorfreude auf das heutige Drittliga-Duell (19 Uhr, TSV-Bayer-Sportcenter) zwischen dem TSV Bayer Dormagen und dem TV Korschenbroich keineswegs schmälert.

Im Gegenteil: "Das ist ein richtiges Derby. Alle freuen sich darauf", sagt Jörg Bohrmann. Für den neuen Trainer des TSV Bayer ist es eine Premiere, trotzdem ist er sich der Bedeutung der "Kreismeisterschaft" bewusst: "Ich erwarte ein kampfbetontes und enges Spiel", lautet die Einschätzung des 43-Jährigen vor der Partie, die um 19 Uhr von den Unparteiischen Michael Kilp und Christoph Maier angepfiffen wird.

"Natürlich ist das kein Spiel wie jedes andere", gibt auch Mathias Deppisch zu. Doch beeinflussen lassen will sich der Mannschaftskapitän des TV Korschenbroich vom Derbycharakter nicht: "Wir tun gut daran, unsere bisherige Marschroue beizubehalten. Wir gehen unsere Aufgaben entspannt an, vertrauen auf unsere eigene Stärke und suchen im Spiel selber nach Lösungen", sagt der Rechtsaußen, mit seinen 33 Jahren zusammen mit Torhüter Marcel Leclaire der (mit Abstand) älteste Spieler auf dem heutigen Parkett. Mit dieser Taktik ist der TVK bislang gut gefahren, wie der 27:24-Sieg in Edewecht und das 27:27 gegen Wilhelmshaven beweisen. "Spielerisch waren die Korschenbroicher da besser", urteilt Jörg Bohrmann, der sich das Heimdebüt des TVK von der Tribüne aus anschaute. Ihn hat dabei "überrascht, wie schnell sich die neue Formation gefunden" hat.

Bei seinen Schützlinge dauere dieser Prozess noch geraume Zeit: "Unsere Mittelachse mit Simon Ernst und Moritz Preuss ist 18 beziehungsweise 17 Jahre alt, Rechtsaußen Erik Hampel auch gerade erst 17. Wenn die auf erfahrene Spieler treffen, tun sie sich noch schwer." Das habe auch bei der 26:33-Niederlage in Wermelskirchen den Ausschlag gegeben.

Deshalb ist er mit Blick auf das Lokalduell überzeugt: "Es gewinnt, wer weniger Fehler macht." Wie er den Gästen beikommen kann, weiß er ebenfalls: "Wir müssen das Zusammenspiel zwischen Simon Ciupinski und Marcel Görden in den Griff kriegen." Kreisläufer Görden, einer von vier Spielern aus dem "alten" TVK-Kader, erzielte in den beiden Auftaktpartien 19/10 Treffer, der aus Essen gekommene Mittelmann war mit 10/2 Treffern zweitbester Torschütze. Während TVK-Trainer Ronny Rogawska seinen nur zehn Feldspieler umfassenden Kader komplett hat, sorgt sich Bohrmann um den angeschlagenen Jugend-Europameister Moritz Preuss. Dafür könnte Linkshänder Robin Doetsch zu ersten Kurzeinsätzen kommen – gegen seinen Ex-Klub genau zur rechten Zeit.

(NGZ)
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