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DHC Rheinland: 98 Prozent der Gläubiger stimmen Insolvenzplan zu

DHC Rheinland : 98 Prozent der Gläubiger stimmen Insolvenzplan zu

Der DHC Rheinland hat einen weiteren wichtigen Schritt Richtung 2. Handball-Bundesliga gemacht: Auf der vor dem Amtsgericht Düsseldorf einberufenen Gläubigerversammlung stimmten mehr als 98 Prozent der Gläubiger dem vorgelegten Insolvenzplan zu. Das ließ Insolvenzverwalter Dr. Dirk Andres am Freitag mitteilen.

Wenn das Amtsgericht das Insolvenzverfahren zum 10. Juni 2011 aufhebt, wäre der DHC Rheinland saniert und könnte schuldenfrei in der kommenden Saison in der neuen eingleisigen 2. Bundesliga antreten. Das neutrale Schiedsgericht der Handball-Bundesliga (HBL) hatte den Abschluss des Insolvenzverfahrens bis zum 10. Juni zur Bedingung für die Erteilung der Lizenz für die 2. Liga gemacht.

"Mit diesem Schritt steht dem Neustart nichts mehr im Wege. Nach Ablauf verschiedener Fristen, die in einem derartigen Verfahren üblich sind, wird das Amtsgericht nun in Kürze die Insolvenz aufheben", sagte Andres. Dank des engagierten Einsatzes der zuständigen Rechtspflegerin sei es erst möglich geworden, das Verfahren in der notwendigen engen Zeitvorgabe durchzuführen.

Auch DHC-Geschäftsführer Heinz Lieven zeigte sich erleichtert. "Jetzt können wir uns wieder voll und ganz auf das Sportliche konzentrieren. Der uns auferlegte Punkterückstand für die nächste Saison ist eine große Herausforderung, die wir gerne annehmen", sagt Lieven. Sein Dank gilt vor allem den engagierten Fans und Sponsoren. "Ohne die tatkräftige Unterstützung und den verschiedenen Initiativen und Sonderaktionen, wäre die Rettung des DHC Rheinland nicht möglich gewesen", betont Lieven.

Am Freitagabend (Anpfiff 19.45 Uhr) steht für den DHC das vorerst letzte Heimspiel im Handball-Oberhaus auf dem Programm. "Mit der Partie gegen die SC Magdeburg Gladiators werden wir uns standesgemäß aus der 1. Handball-Bundesliga verabschieden", kündigte Lieven an.

(NGZO)