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Trockenheit und Dürre: Neun Birken auf Spielplatz in Dormagen gefällt

Wegen Baum-Krankheit : Neun Birken auf Spielplatz in Dormagen gefällt

Auch in diesem Jahr könnte ein trockener Sommer für Bäume gefährlich werden, die Stadt Dormagen bemüht sich für Baum-Ersatz zu sorgen.

Neun Birken sind am vergangenen Mittwoch auf dem Spielplatz Zonser Straße von Mitarbeitern der Technischen Betriebe Dormagen gefällt worden. „Die Birken waren vorgeschädigt durch die Trockenheit der vergangenen Jahre“, erklärt Martin Trott, Verantwortlicher für die Grünflächen der Stadt Dormagen. „Durch die Dürre kränkeln die Bäume und werden instabil.“ Insbesondere Birken seien dafür sehr anfällig: „Diese Bäume kennen eigentlich eher nassere Standorte und da sie sogenannte Flachwurzler sind, kommen sie nicht tiefer in die Erde, um an Wasser zu kommen.“ Die Krankheit sieht man den Birken zumeist erst nach einiger Zeit an. „Normalerweise hätten wir die Bäume noch etwas beobachtet, doch das Risiko, dass einer dieser Bäume auf dem Spielplatz umkippt, war zu hoch“, so Trott.

Die Bäume im Stadtgebiet werden regelmäßig von städtischen Mitarbeitern überprüft. „Die Bäume werden digital erfasst und es ist hinterlegt, wo der Baum steht, ob er  Krankheiten hat und welche Pflegemaßnahmen durchgeführt wurden.“ Insbesondere bei jungen Bäumen fahren die Mitarbeiter der Technische Betriebe jährlich mehrfach vorbei. Die Saison der Bäume beginnt in diesen Monate gerade einmal, bald wird feststehen, wie viele von ihnen aufgrund von Krankheiten oder Dürre gefällt werden müssen. „Letztes Jahr hatten wir enorme Probleme bei den Ahornbäumen wegen der Rußrindenkrankheit, wir mussten über 1000 Bäume fällen.

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 Als Ausgleich pflanzte die Stadt Ersatzbäume. 150 Straßen- und Parkbäume und  rund 11.000 Forstgehölze. Damit in diesem Jahr nicht noch mehr Bäume erkranken, weist der Leiter der TBD-Grünflächen  außerdem auf das Baumbewässerungs-Projekt hin: „Auch in diesem Jahr werden die Bäume im Stadtgebiet voraussichtlich mit großer Trockenheit  zu kämpfen haben. Insbesondere die neu gepflanzten Bäume werden viel Wasser brauchen. Deshalb hat die Stadt eine ‚Baumbewässerungspatenschaft’ ins Leben gerufen. Wer sich um einen städtischen Baum vor seiner Haustür kümmern möchte, erhält dafür im Frühjahr einen Baumbewässerungssack kostenlos zur Verfügung gestellt.“

(kiba)