Tribute-Konzert in Dormagen: Die Wiedergeburt von Deep Purple im „Pink“

Tribute-Konzert in Dormagen : Coverband mit Songs von Deep Purple im „Pink“

Solch ein glückliches Händchen wie am Samstagabend hatte Jorgos Flambouraris lange nicht. Wenn auch sämtliche Bands der letzten Zeit ungemein publikumswirksam waren, hat der Wirt der Musik-Event-Kneipe „Pink“ diesmal den Vogel abgeschossen.

Zu Gast war die fünfköpfige Band „Purpendicular“, der ein exzellenter Ruf vorauseilt.

Sie sei die weltweit am meisten auftretende Deep Purple Show, ist überall zu lesen. „Eine Top Band“, urteilt Ian Paice, britischer Schlagzeuger und Gründungsmitglied des Originals in den späten 60ern. Er lässt es sich nicht nehmen, gelegentlich selbst bei „Purpendicular“ dabei zu sein. Vom Wahrheitsgehalt solch überschäumenden Lobs konnten sich zahlreiche Besucher am Wochenende selbst überzeugen, als die Tribute-Band „Purpendicular“  nicht nur in der Lautstärke aufdrehte. Die Besetzung allein schon genießt in der Szene hohes Ansehen: Thomas Hauser (Drums), Malte Frederic Burkert (Bass), Robby Thomas Walsh (Sänger), Frank Pané (Gitarre), Martin Bischof (Orgel); Support ist Bart Ksiezyk.

„Wir spielen den Classic Rock der 70er“, macht Malte Frederic Burkert neugierig. Und so kam sie auch über, die laute, handgemachte Musik mit psychedelischem Einfluss. Mit technischer Versiertheit, großem Können am Instrument und einer Menge Improvisation. Sänger Robby Thomas Walsh singt originalgetreu und eng angelehnt an Ian Gillan, dem legendären Hard Rock-Sänger bei Deep Purple.

Diese Hits nahmen damals die Charts voll in Beschlag: Smoke on the water, Perfect Strangers, Highway Star, Child in time… Auch eigene Songs aus ihren beiden Alben ließen die schwungvollen Jungs da vorn auf der ausgeleuchteten Bühne erklingen. Beispielweise „Somebody done it“ aus dem ersten Album der Band.

Ansonsten haben sie es voll drauf, die geheimnisvolle Magie von Deep Purple zu verinnerlichen und nach außen zu kehren. Ausgewogenheit zwischen gelebter putzmunterer Musikalität und durchschlagender Einfachheit garantieren „Purpendicular“ in der Classic Rock-Szene eine unangefochtene Alleinstellung. Die Tribute-Band beweist, wie lebendig frisch diese Musikgattung bis auf den heutigen Tag ist. Und sie verheißen mit jedem kraftvollen Gitarrenschlag, mit jedem Hammond-Akkord und mit jeder sängerischen Einlage, dass ihre Performance großes Format bereithält und für die Zukunft auf eine Menge hoffen lässt.

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