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Dormagen: Träger begrüßen "Feuerwehrführerschein"

Dormagen : Träger begrüßen "Feuerwehrführerschein"

Dormagener Organisationen begrüßen die anstehende Einführung eines "Feuerwehrführerscheins". Die Bundesregierung plant, es für Mitglieder von Organisationen zu vereinfachen, Einsatzfahrzeuge fahren zu dürfen.

Ehrenamtliche mit dem normalen Pkw-Führerschein (Klasse B) sollen demnach nach einer Zusatzausbildung auch Fahrzeuge mit einem Gewicht von bis zu 7,5 Tonnen fahren dürfen. Laut ADAC ist diese Schulung aber unumgänglich. "Jemand, der einen normalen PKW gewohnt ist, fährt einen 7,5-Tonner bei weitem nicht so sicher", sagt Sprecherin Jacqueline Grünewald.

Laut der örtlichen Malteser haben sich bereits Hilfsorganisationen in Dormagen zusammengesetzt und über den "Feuerwehrführerschein" diskutiert. Fazit: Der neue Führerschein kann nur eine Notlösung sein. Im Optimalfall sollten erfahrene Fahrer die Einsatzfahrzeuge steuern.

Dennoch gebe es ohne die Einführung eines solchen Führerscheins Probleme: Bei einem Notfall würden etwa 15 Einsatzkräfte alarmiert. Es ist aber laut den Maltesern möglich, dass von den etwa zehn, die dann "antreten", keiner den erforderlichen Führerschein besitzt. Auch Dormagens Freiwillige Feuerwehr begrüßt den neuen Fahrausweis.

Derzeit müssen Rettungsassistenten und Sanitäter, die einen Rettungswagen fahren wollen, einen komplett neuen Führerschein ablegen (Klasse C1), inklusive aller Kosten. Die Nachschulung für den "Feuerwehrführerschein" liegt laut ADAC bei maximal 1500 Euro.

"Das macht aus unserer Sicht Sinn, weil diese Zusatzqualifikation dann auch nur für diesen Einsatzzweck gelten würde", sagt Joachim Kürsten, Vorstand der Johanniter-Unfallhilfe Niederrhein, zu der auch Dormagen gehört. Das heißt, nur der Einsatzwagen darf damit gefahren werden, nicht aber privat etwa ein Möbelwagen.

Auch Heinz Rothmann vom DRK in Dormagen begrüßt die Pläne für den vereinfachten Feuerwehrführerschein. "Einen Extra-Führerschein zu machen, das ist richtig teuer und daher bislang ein großes Problem für Organisationen wie uns", sagt er.

(NGZ)